Gemeinsam fotografieren…
Meistens bin ich beim Fotografieren alleine unterwegs. Ich brauche oft ewig für kurze Strecken, bleibe oft unvermittelt stehen oder laufe plötzlich in die andere Richtung. Manchmal stehe ich auch einfach herum und warte. Nicht unbedingt das, was man einem Spaziergefährten unbedingt antun möchte. Daher hab ich das auch noch nie jemanden mitgenommen. Aber ich durfte herausfinden, wenn man mit anderen Fotobesessenen unterwegs ist, kann das super viel Spaß machen.
Meistens bin ich beim Fotografieren alleine unterwegs. Ich brauche oft ewig für kurze Strecken, bleibe oft unvermittelt stehen oder laufe plötzlich in die andere Richtung. Manchmal stehe ich auch einfach herum und warte. Nicht unbedingt das, was man einem Spaziergefährten unbedingt antun möchte. Daher hab ich das auch noch nie jemanden mitgenommen. Aber ich durfte herausfinden, wenn man mit anderen Fotobesessenen unterwegs ist, kann das super viel Spaß machen.
Über Instagram bin ich unlängst auf einen tollen Account gestoßen. @womeninstreetvienna (WISV) ist eine tolle Initiative die Straßenfotografinnen in Wien vernetzt und unterstützt. Gegründet von Eva Dasmaris, einer ganz tollen Fotografin werden über diesen Account Fotografinnen vorgestellt und gefördert, aber auch tolle Aktivitäten, wie zB gemeinsame Fotowalks organisiert. Und da ich noch sie bei sowas mit war, habe ich mir gedacht, das probiere ich mal aus.
Es hat total Spaß gemacht. Ich habe so nette und talentierte Leute kennengelernt. Und obwohl es so viele Blickwinkel und Präferenzen gibt, so viele Stile und Methoden, war es so ein netter harmonischer Spaziergang mit superfeinen Gesprächen und total unterschiedlichen Bildern. Es ist so spannend die unterschiedlichen Herangehensweisen kennenzulernen und dann die Fotos zu sehen.
Um ein wenig entschleunigt fotografieren zu können mit den vielen Einflüssen, habe ich beschlossen, analog zu fotografieren. Das ist dabei herausgekommen. Und wenn ihr die tollen Fotos meiner Mitspaziergängerinnen sehen wollt, seht euch den Account von WISV an!








Und noch einmal in Farbe…
Ich bin zwar großer Fan davon, was die heutige Fotografie so alles kann, aber ich ich schon öfter erzählt habe, bin ich auch sehr begeistert von Analogfotografie. Da ich Schwarzweißfilm selbst und zu Hause entwickeln kann, hatte ich bis jetzt nur schwarzweiß fotografiert, genau genommen mit dem Ilford HP5. Farbfilm selbst zu entwickeln ist mir da mit meiner noch ein wenig eingeschränkteren Erfahrung doch noch eine Nummer zu groß. Trotzdem wollte ich schon einmal analogen Farbfilm versuchen.
Ich bin zwar großer Fan davon, was die heutige Fotografie so alles kann, aber ich ich schon öfter erzählt habe, bin ich auch sehr begeistert von Analogfotografie. Da ich Schwarzweißfilm selbst und zu Hause entwickeln kann, hatte ich bis jetzt nur schwarzweiß fotografiert, genau genommen mit dem Ilford HP5. Farbfilm selbst zu entwickeln ist mir da mit meiner noch ein wenig eingeschränkteren Erfahrung doch noch eine Nummer zu groß. Trotzdem wollte ich schon einmal analogen Farbfilm versuchen.
Nur welchen? Da könnte man sich jetzt komplett verlieren - Körnung, Colour Grading (Farbgebung) - und das sind nur einige der Aspekte. Absolut im Trend, vor allem in punkto Colour Grading ist der Kodak Portra 400. Fürs nur Rumspielen war mir der schon um einiges zu teuer. Ich hab mich dann für den guten alten Kodak Gold entschieden.
Wie früher als Kind im Urlaub… Den Film hab ich immer gehabt. Günstig ist er auch. Und hat einen sehr netten 80ies Touch. Er hat zwar ISO 200, was bedeutet, dass er schon relativ viel Licht braucht, aber draußen bei Tageslicht, sollte keine Probleme geben, hat es auch nicht.
Ich muss sagen, heikel ist er nicht. Hatte ihn auch auf der Schipiste mit - die Fotos habens alle zurück geschafft. Ich war eigentlich sehr happy. Hat zwar nicht ganz den Charme vom Portra, aber ich bin nicht unzufrieden.











Eine kleine, feine Winterhochzeit…
Für mich hat die Hochzeitssaison glücklicherweise schon früh gestartet. Vor kurzem durfte ich eine wunderschöne Winterhochzeit in Baden begleiten.
Für mich hat die Hochzeitssaison glücklicherweise schon früh gestartet. Vor kurzem durfte ich eine wunderschöne Winterhochzeit in Baden begleiten.
Vom Locationscouting hab ich eh schon erzählt. Die Hochzeit hat in kleinem Famlienkreis im Standesamt in Baden stattgefunden, gefolgt von Fotoshooting und anschließender Feier in einem Weingut in Bad Vöslau.
Schon bei unserem ersten Treffen war mir das Brautpaar extrem sympatisch. Total nette Leute. Bei der Hochzeit hab ich dann auch schon nach 5 Minuten gewusst - das wird ein superschöner Tag. Familie und Freunde der beiden waren alle echt nett drauf. Die Stimmung war wirklich super - entspannt, lustig und jeder hatte eine gute Zeit.
Die Zeremonie war von der Standesbeamting sehr nett abgehalten und nach ein paar kurzen gemeinsamen Fotos im Standesamt ging es zum Fotoshooting. Da waren die Gäste und das Brautpaar wirklich tapfer - bei ziemlich frischen 2 Grad plus wurde geduldigst für Gruppenfotos posiert, und beim Paarshooting hatte das Brautpaar richtig Spaß, da waren die Temparaturen fast vergessen.
Nach ein paar kleinen Spielen konnten sich dann alle im Weingut aufwärmen und gemütlich essen. Ein echt schöner Start ins Hochzeitsjahr!









































Auf der anderen Seite…
Eigentlich bin ich ja immer hinter der Kamera. Für mich ist das eindeutig die einfachere Seite. Vor der Kamera tu ich mir da schon schwerer. Aber jetzt musste es einmal sein. Und es war eine wichtige Lektion.
Eigentlich bin ich ja immer hinter der Kamera. Für mich ist das eindeutig die einfachere Seite. Vor der Kamera tu ich mir da schon schwerer. Aber jetzt musste es einmal sein. Und es war eine wichtige Lektion.
Aber aus bestimmten Gründen hab ich jetzt auch mal von mir Fotos gebraucht. MIt der heutigen Technik über Fernauslösung alles heutzutage überhaupt kein Problem mehr. Ich habs trotzdem echt lang hinausgeschoben.
Da ist man schon ganz schön ausgeliefert vor der Kamera. Zumindest am Anfang ist das nicht besonders angenehm. Aber was für eine Erfahrung. Für mich war das richtig lehrreich. Das hilft mir sehr dabei, meine Kund:innen besser zu verstehen und dadurch bessere Fotos zu machen. Sich sicher zu fühlen ist absolut essenziell um ein gutes Foto zu machen. Wie beim Sport braucht es auch ein bisschen ein “Aufwärmen”. Sich vertraut machen mit der Umgebung, der Kamera, die einen da ganz schön “anstarrt”, das grelle Licht, dass einen anleuchtet.
Nach kurzer Zeit ist es mir immer leichter gefallen. Man wird dann schon lockerer. Sieht man so sehr auf den Fotos. Obwohl das Anschauen von Fotos von sich selbst für eine gewisse Zeit ist auch eine ziemliche Herausforderung. Vor allem für jemanden wie mich, die nicht unbedingt allzu sicher mit dem eigenen Körperbild ist.
Aber auch das ist eine wichtige Erfahrung für mich gewesen. Ich war dann doch zufriedener als ich gedacht hätte. Da ist noch ein wenig Luft nach oben, aber gut gemachte Foto hilft da mit dem Selbstbild doch ein bisschen.
Ich wurde also nur noch weiter bestätigt, dass die Kamera nur einen Teil eines guten Fotos ausmacht. Das Umfeld und Befinden ist meiner Meinung fast wichtiger. Nur dann kann man mit Vertrauen man selbst sein und die besten Fotos machen.








Das erste Locationscouting…
Und da startet die Hochzeitssaison mit der ersten Winterhochzeit. Das sind natürlich gänzlich andere Umstände als im Sommer. Die Tage sind kürzer, das Licht ist anders, die Natur ist weniger grün und vor allem ist es viel kälter.
Und da startet die Hochzeitssaison mit der ersten Winterhochzeit. Das sind natürlich gänzlich andere Umstände als im Sommer. Die Tage sind kürzer, das Licht ist anders, die Natur ist weniger grün und vor allem ist es viel kälter.
Das sind alles Dinge, die man im Vorhinein beim Fotografieren bedenken muss. Wie lange kann ich einem Paar zumuten draußen zu sein, wie spät kann ein Paarshooting noch stattfinden bevor es finster wird, wie gestalte ich einen schönen Hintergrund, wenn die Pflanzen da draußen ein wenig die Farbe verloren haben?
Auch im Sommer gibt es mehr als genug Punkte einzukalkulieren. Oft das komplette Gegenteil, ist dieser Fotospot zu sehr in der Sonne? Wird es hier zu heiß? Müssen wir mit zu vielen Insekten kämpfen? Aber viele äußere Einflüsse gelten immer, sind Fotospots zu weit von der Hochzeitsgesellschaft weg, gelangt man mit jeder Art Schuhen dahin, besteht das Risiko schmutzig zu werden, sind gewisse Spots gesperrt?
Ja das ist schon eine ganze Liste. Und nachdem vor allem Paarshootings oft zeitlich straff getaktet sind, muss da alles klappen, die Spots schon geplant sein. Daher besichtige ich IMMER die Location, vor jeder Hochzeit. Ich bin gerne gut vorbereitet und plane meine Paarshootings so gut es geht. Nimmt mir das nicht die Kreativität? Ganz und gar nicht, im Gegenteil.
Wenn ich die Hauptspots festgelegt habe, bin ich komplett beim Fotografieren und muss mir über nichts anderes mehr Gedanken machen, das gibt mir die Freiheit mich komplett auf das Paar zu fokussieren und mich kreativ auszutoben, weil mich dann nichts mehr überraschen kann. Und da ich weiß, ich habe quasi sichere und tolle Shots in der Tasche kann ich ganz entspannt sehen, was man noch so machen kann. Und da fällt mir immer etwas ein :)
Wenn ich mir eine Location ansehe, versuche ich immer ungefähr zu der selben Uhrzeit hinzufahren, die ich dann auch bei der Hochzeit dort sein werde. Damit ich gleich die richtige Lichtsituation sehe. Am liebsten hab ich da auch gleich das Brautpaar mit. Dann kann auch auch gleich deren Wünsche berücksichtigen bzw. schon gemeinsam die Lieblingsspots auswählen.
Städtetrip: Edinburgh
Oh Schottland… Eins der schönsten von allen Ländern. Atemberaubende Natur, einsame Inseln, beeindruckende Pflanzenwelt, Berge, glasklare Seen… Dafür fahren die Leute so gerne dahin. Aber sind die schottischen Städte auch so schön?
Oh Schottland… Eins der schönsten von allen Ländern. Atemberaubende Natur, einsame Inseln, beeindruckende Pflanzenwelt, Berge, glasklare Seen… Dafür fahren die Leute so gerne dahin. Aber sind die schottischen Städte auch so schön?
Edinburgh auf jeden Fall. Edinburgh hat ein wirklich ganz ganz eigenes Flair. Man spürt den keltischen Einfluss wirklich überall, genauso wie die britische Kultur. Und die ganze Stadt hat etwas extrem mystisches. Auch ein wenig dunkles. Irgendwie ist es keine fröhliche Stadt. Dafür aber eine freundliche. So nette Leute überall, so schöne Gebäude, so viele Geschichten aus der Vergangenheit, Gespenstergeschichten und wahre Erzählungen.
Ich habs so genossen, leider waren es nur ein paar Tage. Ich freu mich schon jetzt wenn ich wieder nach Edinburgh komme. Die Stadt hat echt einen starken Charakter und ich liebe auch das britische so sehr. Muss man auf jeden Fall sehen.





















Zurück aus dem Schnee
Letzte Woche war ich im Urlaub. Schifahren in den Bergen. Die perfekte Auszeit.
Letzte Woche war ich im Urlaub. Schifahren in den Bergen. Die perfekte Auszeit.
Die Kamera bleibt hier auch meistens zu Hause. Erstens hab ich ein bisschen Angst um sie. Schnee, Kälte und Schi fahren sind jetzt wahrscheinlich nicht ganz optimal für elektronische Geräte und Objektive. Und eigentlich sollte man ja auch mal Pause machen und die Gegend einfach auf sich wirken lassen.
Schaffe ich aber irgendwie meistens dann doch nicht. Heuer hatte ich aber nur eine alte analoge Kamera und mein Handy dabei. Und obwohl ich seit fast 20 Jahren in die gleiche Region fahre, die Berge im Winter erstaunen mich jedes Jahr wieder. Was für ein Anblick. Totale Freiheit. Die frischeste Luft, die man sich vorstellen kann. Beeindruckendste Natur. Und irgendwie das Gefühl, eine Pause von der hektischen Welt zu haben. Ganz weit weg zu sein. Das rückt irgendwie die Prioritäten zurecht.
Ich versuche einfach mal alles zu genießen, aber an allen Motiven kann man nicht einfach vorbei fahren. Dafür hab ich dann eine wunderschöne Erinnerung, wenn ich zurück im grauen Winter-Wien bin.







Die letzte U-Bahn
So und jetzt ist es durch. Ich bin die ganze U4 entlang gefahren. Was für ein spannendes Projekt.
So und jetzt ist es durch. Ich bin die ganze U4 entlang gefahren. Was für ein spannendes Projekt.
Ich hab wieder total viel gelernt und viel gesehen. Und wirklich festgestellt, wie schön es ist mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, auch an den alltäglichsten Orten der Welt.
Wenn ihr mehr über mein Projekt “Entlang der U4” erfahren wollt, seht mal hier. Ich hoffe es macht euch genauso viel Spaß, wie es mir beim Fotografieren gemacht hat.
Pixel peeping?
Was für ein Wort… Ist auch nichts unanständiges. Es bedeutet nur, ein digitales Foto so stark zu vergrößern, dass man die Pixel sieht. Aber muss man das?
Was für ein Wort… Ist auch nichts unanständiges. Es bedeutet nur, ein digitales Foto so stark zu vergrößern, dass man die Pixel sieht. Aber muss man das?
Meistens nicht. Manchen ist es ganz wichtig. Manchen gar nicht. Das ist echt eine Frage des Geschmacks. Für mich ist das grundsätzlich für die Bildwirkung, den Ausdruck und die “Schönheit” eines Fotos gar nicht wichtig. Ich hatte darüber schon in meinem letzten Blogartikel geschrieben. Ich mache Fotos mit dem Handy und die bedeuten mir manchmal weit mehr als so manches hochauflösendes Foto.
Warum habe ich dann eine 45 Megapixel Kamera? Ganz einfach. So oft es nicht wichtig ist, manchmal ist es unheimlich wichtig. Ich fotografiere Hochzeiten mit Leidenschaft und diese Fotos halten die wunderbaren Momente für immer fest und sind so eine wichtige Erinnerung an den schönsten Tag des Lebens. Und mit denen soll halt alles möglich sein. Riesig drucken, winzig drucken, auf jede Oberfläche.
Noch ein Aspekt ist, dass ich vom Foto, dass ich schieße, oft aus kompositionellen Gründen nur einen Ausschnitt verwende. Dadurch verliere ich natürlich von den ganzen Pixeln, die ich habe, oft auch so einige. Die Konsequenz - wenn ich dann das Foto vergrößere, habe ich nicht mehr ganz so viele Pixel über. Sind von Grund auf zu wenige da, kann sich das doch deutlich auf die Bildqualität auswirken. Dadurch will ich zur Sicherheit so viele wie möglich haben, damit ich bei der Gestaltung komplett flexibel bin.
Aber macht das dann auch wirklich so viel Unterschied. Sieht doch eh alles gleich aus. Ja definitv. Am Handybildschirm schon. Aber kaum seh ichs mir größer an, ists sehr deutlich. Ich zeig euch das mal mit meiner Hauptkamera (45 Megapixel) und meiner Backupkamera (20 Megapixel)
links: 45 Megapixel, rechts: 20 Megapixel
Bei dieser Größe (ca. 10 % von der Originalauflösung) sieht man definitiv gar keinen Unterschied.
links: 20 Megapixel, rechts: 45 Megapixel
Auch hier bei 100%, also genau Originalauflösung, sieht man eigentlich auch noch nichts.
Legt jetzt den Verdacht nahe, dass es doch egal ist. Naja. Wie groß sind zum Beispiel eure Wandbilder daheim? Stellt euch das jetzt in A3 an der Wand vor… ich zeig euch was ich meine.
links: 45 Megapixel, rechts: 20 Megapixel
Da ist schon gescheit reingezoomt auf 400% der Originalgröße.
Das ist jetzt doch echt deutlich. Und bei eurem Lieblingsbild wollen wir ja doch keine Abstriche machen. Mir ist für euch die Qualität wirklich wichtig. Ihr sollt jedes Foto in vollen Zügen genießen können. In der Quintessenz also. Meistens reichen 20 Megapixel. Meine Backupkamera ist wirklich eine feine, ich mag sie total gern. Manchmal kommts aber doch drauf an.
Einfach mit dem Handy?
In Fotografenkreisen gibt es die Techniker und die Künstler, die Pixelfanatiker und die Analogfotografen. Zwei große Fronten, komplett entgegengesetzt in ihrer Meinung, was ein richtiges Foto ausmacht.
In Fotografenkreisen gibt es die Techniker und die Künstler, die Pixelfanatiker und die Analogfotografen. Zwei große Fronten, komplett entgegengesetzt in ihrer Meinung, was ein richtiges Foto ausmacht.
Die einen schwärmen von der Pixelanzahl einer neuen digitalen Systemkamera und finden ein Foto muss alles aufbieten, was technisch möglich ist, die anderen lieben einfach den einzigartigen Charakter einer alten Analogkamera. Beides ist natürlich berechtigt, das ist ja das schöne an Fotografie, irgendwie ist für jeden was dabei. Da hat man nun diese zwei Enden, aber Kameras gibt es ja viele. Eine davon haben wir jeden Tag mit. Unsere Handykameras werden immer besser, aber kann man damit wirklich ansprechende Fotos machen?
Das Handy wird von beiden Seiten belächelt und hat natürlich wirklich seine Grenzen. Aber ich finde, die Kamera, die man mit hat, ist die richtige Kamera. Man kann immer ein Foto machen, das jemandem Freude macht. Und wenn es nur man selbst ist. Eine Hochzeitsreportage ist natürlich nicht möglich, aber so manches Handyfoto hat es schon in Austellungen geschafft.
Ich muss sagen, ich mache dann doch einige Fotos mit dem Handy. Ich find auch die haben dann so einen ganz eigenen Touch. Und eine Geschichte kann man immer erzählen. Mit jeder Kamera. Hier mal ein paar Handyfotos von mir :)

































Und wieder in der U-Bahn
Letztens war ich wieder für mein aktuelles Projekt “Entlang der U4” unterwegs. Diesmal hab ich von der Westseite angefangen - genau genommen am Bahnhof Hütteldorf.
Letztens war ich wieder für mein aktuelles Projekt “Entlang der U4” unterwegs. Mehr dazu findet ihr hier. Diesmal hab ich von der Westseite angefangen - genau genommen am Bahnhof Hütteldorf.
War es letztens noch recht herbstlich warm und vor allem hell an einem Vormittag, war ich diesmal an einem winterlichen Nachmittag fotografieren. Wunderschöne Sonnenuntergangsstimmung inklusive. Die Stimmung war sehr ruhig und irgendwie mystisch - die meisten Leute waren am Weg in den Feierabend und allzu viel los war auch nicht.
Das Licht ändert sich im Winter schnell. Da ist es schon mal nicht ganz so hell am Nachmittag, dann geht die Sonne unter und schnell ist es stockfinster. Und damit dann auch kalt. Da muss man dann beim Fotografieren gut ausgestattet sein, sonst bleibt das ein kurzes Vergnügen. Aber dafür ist der Look irgendwie was besonderes. Hat auch was seltsam düsteres. Das ist mir bis jetzt noch nie aufgefallen wie unterschiedlich die Stimmung in Wien so sein kann, nur wegen der Jahreszeit.


























Städtetrip: Lissabon
Gar nicht so weit von meinem letzten Städtetrip Blogartikel liegt hier die nächste Stadt, die ich euch zeigen möchte. Am westlichsten Ende des europäischen Festlands, die Hauptstadt von Portugal - Lissabon.
Gar nicht so weit von der Stadt aus meinem letzten Blogartikel liegt die nächste, die ich euch zeigen möchte. Am westlichsten Ende des europäischen Festlands, die Hauptstadt von Portugal - Lissabon.
Ich war da Ende Oktober 2021 - übrigens definitiv die perfekte Reisezeit, das Wetter war absolut traumhaft - in einer kurzen Atempause von Covid. Die Restriktionen waren damals kurzzeitig größtenteils aufgehoben, in Portugal gab es kaum Fälle zu der Zeit. Wir dachten, wir hätten es überstanden und haben uns so sehr auf den ersten Urlaub nach gefühlt ewigen Zeiten gefreut. Und haben absolut wundervolle Tage gehabt.
Lissabon ist auch so eine Stadt, die definitiv nicht nur aus ihren Gebäuden und Straßen besteht, sondern auch aus einem unwiderstehlichen Charme und Flair. Gefühlt geht in hier die Zeit ein Stück langsamer, bereits nach dem ersten Blick ist man sofort im Ferienmodus. Überall gibt es Essen aus aller Welt, kleine Märkte, enge verträumte Gassen, wunderschöne Gebäude mit so vielen kulturellen Einflüssen, dass man ins Staunen kommt.
Ich hätte den ganzen Tag herumflanieren können, die Fotomotive sind quasi unendlich. Leider muss man dafür ganz schön fit sein. Was man aber nicht ausser Acht lassen darf, ist das Lissabon ugnglaublich bergig ist. Es gibt viele steile Stufen, viele steile Straßen. Viel rauf und runter. Und dazu kommt noch vieeeel Kopfsteinpflaster. Das macht sich zwar gut auf den Fotos, aber man sollte wirklich gutes Schuhwerk mithaben. Dann kann man sich aber auf einen traumhaften Städtetrip freuen.




































Teenager Portraits
Man will ja seine Teenager nicht enttäuschen. Und die haben ja doch oft große Ansprüche wenn es um die eigenen Fotos geht. Bei uns allen voran die Haare, die müssen sitzen.
Man will ja seine Teenager nicht enttäuschen. Und die haben ja doch oft große Ansprüche wenn es um die eigenen Fotos geht. Bei uns allen voran die Haare, die müssen sitzen.
Und dann will man immer überhaupt sehr cool aussehen. Da ist schon ein wenig Feingefühl gefragt - die vermeintlich coolen Posen sind oft für Fotos nicht extrem gut geeignet, da muss man dann einen Mittelweg finden und diplomatisch vorgehen. Aber meistens ist mein Pubertier super offen und probiert gerne alle möglichen Posen freiwillig aus, da hab ich echt ein Glück. Da sind wir uns eigentlich immer schnell einig. Wichtig ist, dass es Spaß macht und was ganz wichtig ist, der Respekt für alle eventuellen Unsicherheiten darf absolut nicht fehlen. Schon als Erwachsener ist die Situation vor der Kamera nicht einfach, wir haben alle unsere vermeintlichen und in den meisten Fällen eingebildeten Makel aber gerade als Jugendlicher oder Jugendliche ist das oft ziemlich verstärkt.
Da ist es mir ganz wichtig mal zuzuhören und ein wenig zu plaudern, oft kriegt man dann schon mit, wo die vermuteten “Probleme” liegen und kann die dann schnell ausräumen. Mit ein bisschen Geduld und Einfühlungsvermögen sind dann nachher alle happy. Und es kann auch echt helfen, das Selbstbild zu verbessern und einiges an Ängsten auszuräumen.





Schwarzweiß oder Farbe?
Obwohl die heutigen Kameras, Wiedergabegeräte und Druckmaschen fast unendlich viele Farben produzieren können, ist doch die Schwarzweißfotografie nicht aus der Mode gekommen. Farben sind doch etwas traumhaftes, warum wird dann doch noch so viel in schwarzweiß fotografiert?
Dazu muss ich sagen, ich liebe ja beides. Schwarzweiß und Farbe. Vor allem in der Portraitfotografie kann man mit beidem so viel ausdrücken. Farben unterstreichen die Gefühle, die Atmosphäre, den Chrarakter. Aber trotzdem sind die ausdrucksstärksten Portraitaufnahmen oft Schwarzweißfotos.
Es kommt einfach immer darauf an. Ja ok - eh klar. Aber wie ich bereits in einem vorigen Blogartikel schon mal geschrieben hatte, ändert sich die Geschichte eines Bildes oft drastisch, wenn ich Farben dazu oder weggebe. Ganz einfach weil ich dadurch auch den Blick des Betrachters lenken kann. Mit starken Farben kann ich den Augenmerk auf etwas richten oder ein bestimmtes Gefühl ausdrücken oder auch ein bestimmtes Merkmal einfach nur dezent unterstreichen. Wenn ich in schwarzweiß fotografiere, lenkt zu einem großen Teil der Ausdruck bei einem Portraitbild den Blick oder auch - ganz technisch gesehen - der Punkt mit dem meisten Kontrast.
Mir gefällt ein BIld meistens dann, wenn es den natürlichen Ausdruck der Person am Portrait unterstreicht und verstärkt und ich das Gefühl habe, diese Person erzählt mir durch das Bild etwas über sich.
Ok, das ist jetzt etwas abstrakt. Aber vielleicht kann ich das ja mit Bildern noch ein bisschen besser beschreiben.
Der wichtigste Unterschied ist der Punkt an dem mein Blick in das Bild “einsteigt”. Das ist nämlich mein erster Eindruck. Das linke Bild ist durch die Komplementärfarben Rot und Grün sehr spannend. Am ehesten schaue ist zuerst ins Gesicht und die Haare. Dann sehe ich den Rest vom Bild an. Das Foto wirkt ausgewogen, ruhig, die Person auf dem Foto wirkt ernst, aber selbstsicher, sanft und ruhig.
Wenn ich auf das schwarzweiße Bild rechts sehe, fällt mein Blick sofort auf die Augen, ich finde der herausfordernde Ausdruck kommt hier viel mehr heraus. Die Sanftheit ist verschwunden. Generell ist das Foto völlig auf den Ausdruck reduziert, wirkt dadurch stärker - irgendwie wird die Geschichte ein ganzes Stück lauter erzählt.
Auch in diesem Beispiel ist die Blickrichtung der Fotos ähnlich. Das Bild in Farbe erzählt die Geschichte in diesem Fall aber irgendwie besser. Weil hier ist leiser besser ist. Der Ausdruck hier ist ganz ein anderer. Die Person wirkt einladend und glücklich, das kommt im Farbbild viel besser zur Geltung. Die Kraft und Stärke ist nicht im Vordergrund, die Sanftheit ist viel wichtiger.
Ich muss sagen, hier gibt es kein richtig oder falsch, das ist in meinem Fall mein Bauchgefühl. Jemand anderer mag da total anders empfinden. Klar ist nur, Farbe oder nicht Farbe macht einen gewaltigen Unterschied. Was gefällt euch besser?
Entlang der U4
Man braucht ja auch manchmal gute Ausreden um fotografieren zu gehen. Und die bringen oft ganz neue Blickwinkel. Ich bin ja der Meinung selbst die langweiligsten Orte haben etwas fotografierenswertes…
Auf dem Heimweg in der U-Bahn schaue ich natürlich gerne herum. Die U-Bahn ist so ungefähr einer der alltäglichsten Umgebungen (jetzt vielleicht mal ausgenommen vom eigenen Zuhause). Und ich hab mich plötzlich herausgefordert gefühlt. Kann man hier spannende Fotos machen? Zahlt sich hier ein neues Projekt aus?
Da bin ich mal losgezogen. Da ich fast am Westende der U4 wohne, bin ich ans andere Ende der U4 nach Heiligenstadt gefahren und habe einfach ein paar Stationen abgeklappert. Und hatte super viel Spaß - manche Dinge, die einem sonst kaum mehr auffallen, wurden zu interessanten Fotomotiven. Mir ist da erst aufgefallen, wie unterschiedlich und einzigartig unsere U-Bahnstationen und ihre Umgebungen sind. Und wie spannend das Licht da oft ist. Und die Leute.
Ich muss sagen, seitdem gehe ich mit anderen Augen durch die Stationen. Ist ja auch wirklich eine tolle Sache, wie viel Menschen hier am Weg von A nach B vorbeikommen. In der Hektik habe ich oft so einen Tunnelblick, das hat sich jetzt schon ein wenig geändert. Und die tolle Infrastruktur, die wir da in Wien haben, gehört auch ein wenig gewertschätzt. Wir kommen hier echt schnell durch die Stadt und das noch in teilweise echt erstaunlicher Architektur.
Ich bin gespannt, ob ich euch ein wenig inspirieren kann, mal am Weg in die Arbeit genauer zu schauen.







































Städtetrip: Madrid
¡Viva España! Vor zwei Jahren war ich endlich das erste Mal in der spanischen Hauptstadt. Ich wusste nicht wirklich was ich erwarten sollte. Ich hatte irgendwie nicht viel gehört. Und während man bei anderen Städten sofort deren berühmteste Bauwerke vor Augen hat, hatte ich bei Madrid keine Ahnung was es da so gibt.
¡Viva España! Vor zwei Jahren war ich endlich das erste Mal in der spanischen Hauptstadt. Ich wusste nicht wirklich was ich erwarten sollte. Ich hatte irgendwie nicht viel gehört. Und während man bei anderen Städten sofort deren berühmteste Bauwerke vor Augen hat, hatte ich bei Madrid keine Ahnung was es da so gibt.
Wie ich dann dort war, habe ich verstanden, was die größte Sehenswürdigkeit von Madrid war. Es war kein besonderes Gebäude, keine von den definitiv wunderschönen zahlreichen Kirchen, auch nicht der riesige und edle Königspalast oder der Plaza Mayor, der Hauptplatz von Madrid direkt in der Innenstadt. Nicht einmal das Stadion von Real Madrid.
Alles das ist ja ganz nett, aber eigentlich nichts, was man unbedingt gesehen haben muss. Wenn mich jemand fragt, was man in Madrid nicht verpassen darf, könnte ich es auf die schnelle nicht einmal sagen.
Aber was ist es dann mit Madrid? Madrids größte Sehenswürdigkeit ist ganz einfach die unglaubliche Atmosphäre. Der “Vibe”, wenn man so will. Wir kamen in der Innenstadt an um 1 Uhr früh - hungrig und müde. Und trotzdem, ich war sofort gut gelaunt. Selbst mitten in der Nacht ist die Stimmung grandios. Überall was los, überall Musik, überall gibt es herrliches spanisches Essen. So viele schöne Gebäude, verwinkelte romantische Gassen, riesige majestätische Hauptstraßen, altes und modernes. Alles mit traumhaftem spanischem Flair.
Wir haben nicht viel Zeit gehabt, aber die haben wir gut genützt und sind einfach durch die Stadt geschlendert, relativ ziellos, wo was nett aussah sind wir abgebogen. Und wir hatten super viel Spaß, haben uns total wohl gefühlt, gut geshoppt und gut gegessen. Fotografieren war auch toll, ich habe sehr versucht die Stimmung einzufangen. Ich hoffe, das ist gelungen!






















Wie bearbeitet sind meine Portraits?
Es gibt kaum etwas kontroverseres als die Bildbearbeitung. Es gibt da doch einige, die finden, ein Bild darf überhaupt nicht bearbeitet sein, weil früher war das auch nicht so. Das ist aber so nicht richtig. Auch schon zu Analogfilmzeiten wurde in der Dunkelkammer bei der Fotoentwicklung “gebastelt”. Und das aus gutem und wichtigem Grund.
Es gibt kaum etwas kontroverseres als die Bildbearbeitung. Es gibt da doch einige, die finden, ein Bild darf überhaupt nicht bearbeitet sein, weil früher war das auch nicht so. Das ist aber so nicht richtig. Auch schon zu Analogfilmzeiten wurde in der Dunkelkammer bei der Fotoentwicklung “gebastelt”. Und das aus gutem und wichtigem Grund.
Das menschliche Auge ist ein Wunderwerk der Natur. So viele Farben, Kontrast, räumliches Sehen, schneller Fokus… und dann natürlich unser Gehirn, das uns oft viel Arbeit abnimmt und sich auf das Wesentliche fokussiert. Das kann halt die Kamera als technisches Gerät nicht und sie funktioniert auch nicht wie unser Auge - Bilder direkt aus der Kamera sind oft eine herbe Enttäuschung, weil sie einfach ganz wertfrei nicht das darstellen, was unser Auge sieht.
Und genau das ist der Punkt bei der Bildbearbeitung. Für mich liegt da der Hauptgrund dafür. Ich mache aus dem vom technischen Auge gesehenen Foto wieder das Bild, das ich vor mir gesehen habe, als ich auf den Auslöser gedrückt habe.
Aber was bedeutet das jetzt genau? Die Farbtemperatur ist anders, die Kontraste sind anders, also die Helligkeitswerte des Bilds - und es wirkt direkt aus der Kamera oft ganz “flach”. Unser Auge sieht viel mehr “3D”. Das alles passe ich mit der Bildbearbeitung wieder an.
Das gilt eigentlich für jedes Foto, das ich mache - Landschaftsbild, Hochzeitsfoto oder Portrait. Und beim Portrait bzw. natürlich dem einen oder anderen Hochzeitsfoto ist das nicht alles.
Hier kommt auch die sogenannte Retusche ins Spiel. Aber ist das nicht dann schon unecht? Das kommt wirklich sehr darauf an. Wie schon vorher erwähnt, sieht nicht nur unser Auge allein, sondern unserer Gehirn steuert mit, was wir wahrnehmen. Sehen wir einen Menschen, stechen uns bestimmte Merkmale ins Auge - das Glitzern in den Augen, das Löcheln, je nach Geschmack finden wir die unterschiedlichsten Dinge ansprechend. Alles andere mildert unser Gehirn sehr ab und wir nehmen es sehr wenig wahr. Feine Linien, Hautunreinheiten, dunkle Augenringe, Glanzstellen - all das sieht die Kamera sehr viel stärker als wir, weil sie einfach alles sieht. Das stört dann die Stimmigkeit des Bilds total.
Und das ist für mich meine Ausprägung der Retusche. Alles was nicht ins Gesicht gehört, was den Charakter nicht ausmacht und was mich beim ersten Durchsehen der Fotos überrascht, weil ich es gar nicht wahrgenommen hatte bei der Aufnahme - sowie Dinge die ein paar Tage später eventuell gar nicht mehr da sein werden, die können ein wenig ausgeglichen werden oder in manchen Fällen auch raus, wie zB ein Pickel. Wobei ich da sehr zurückhaltend bin, weniger ist hier einfach mehr, umso natürlicher umso besser. Ich möchte den Menschen sehen, genauso wie ich ihn fotografiert habe, genau so wie er ist, weil genau so sieht man am besten aus.
Viel Unterschied sieht man eigentlich auf den ersten Blick gar nicht. Es sind wirklich nur Kleinigkeiten, hier ein dunkler Schatten über dem Auge, da ein Haar das absteht, Haare die ein wenig im Schatten versinken, eine Spur verfeinertes Hautbild ohne die Haut selbst groß zu verändern. Augen, die auch ein wenig im Schatten sind, den Glanz wieder zurückgeben, bei kleinen Kaffeeflecken auf den Zähnen ein wenig zu schummeln. Und trotzdem, das Bild ist einfach nachher viel stimmiger, die Person strahlt einfach eine Spur mehr, ohne zu verlieren, was sie ausmacht.
Aber wie kann man sich das jetzt vorstellen? Ich zeig das lieber einfach mal, wie das bei mir aussieht. Ich glaub, da sieht man am besten was ich meine. Fallen euch Unterschiede auf?
Altes Wien…
Hab ich schon mal gesagt, dass ich meine Heimatstadt liebe? Ich denke schon. Wien ist auch richtig alt, der älteste Teil von Wien stammt bereits aus der Römerzeit. Seitdem ist so viel passiert. Die Stadt hat so einiges gesehen. Und das spürt man in jeder Gasse. So viel Geschichte. So viele Geschichten.
Hab ich schon mal gesagt, dass ich meine Heimatstadt liebe? Ich denke schon. Wien ist auch richtig alt, der älteste Teil von Wien stammt bereits aus der Römerzeit. Seitdem ist so viel passiert. Die Stadt hat so einiges gesehen. Und das spürt man in jeder Gasse. So viel Geschichte. So viele Geschichten.
Ich bin ja oft in der Stadt unterwegs und weil es so zur Stadt passt, nehme ich total gerne meine Analogkamera auf meine Streifzüge mit. Dann sieht man die Geschichte gleich noch viel besser. Noch mehr Charme, noch mehr Charakter. Ich finde die Analogfotos richtig zeitlos. Da ist es schwer zu erahnen, wann die Fotos aufgenommen wurden. Und ich habe verschiedene Kameras verwendet, eine selbstgebaute Twin Reflex Kamera, eine Olympus OM2 und eine Canonet QL17, immer auf Schwarzweißfilm. Das hat in Wien richtig was.
Und ich genieße das analoge Fotografieren so sehr, gerade auf meinen Spaziergängen. Es ist viel ruhiger, keine schnelle Jagd nach dem Motiv, weil das schnelle Foto gibt es da nicht. Man muss sich mit dem Motiv viel mehr auseinandersetzen und viel mehr auf die technischen Einstellungen achten. Was immer eine ganz tolle Übung ist. Für Achtsamkeit und Bildkomposition.
Hier seht ihr ein paar Fotos von ganz überall aus Wien. Bin gespannt, ob man erkennt, wo ich überall gewesen bin.



























Eine kleine Portraitsession…
Jedes Jahr, wenn es dann schon Richtung Winter geht, gibt es bei uns zu Hause Fotoshootings. Wir machen immer ein paar Portraits und ein paar Familienfotos. Super Weihnachtsgeschenke, das ist bei uns schon ein Fixpunkt und vor allem Oma und Opa können die neuen Fotos meistens schon gar nicht erwarten.
Jedes Jahr, wenn es dann schon Richtung Winter geht, gibt es bei uns zu Hause Fotoshootings. Wir machen immer ein paar Portraits und ein natürlich auch Familienfotos. Super Weihnachtsgeschenke, das ist bei uns schon ein Fixpunkt und vor allem Oma und Opa können die neuen Fotos meistens schon gar nicht erwarten.
Meine Tochter und ich haben jetzt die erste Fotosession absolviert und ein paar schöne Portraits gemacht. Mit dem richtigen Equipment sind es nur ein paar Handgriffe und man kann total viele unterschiedliche Portraitstile ausprobieren.
Allein die Farbe des Hintergrunds macht einen Wahnsinnsunterschied in der Bildwirkung. Die Lichtquellen und Positionierung des Lichts können ein Portrait auch komplett verändern. Leuchte ich das Gesicht komplett aus oder setze ich bewusst Schatten um den Ausdruck des Gesichts zu unterstreichen. Schatten können das Gesicht wunderbar modellieren und den Charakter eines Menschen toll betonen. Dabei entstehen oft sehr kunstvolle Portraits. Immer ist das aber möglicherweise nicht gewünscht. Bei einem Bewerbungsfoto beispielsweise, möchte ich wahrscheinlich lieber das ganze Gesicht ganz natürlich sehen.
Auch die Art der Lichtquelle selbst trägt etwas zum Ausdruck des Portraits bei. Verwende ich weiches Licht aus einer Softbox beispielsweise, habe ich recht viel Licht überall, auch im Hintergrund und nur sanfte Schatten. Bei einem gerichteten Blitzkopf dagegen wird nur das Motiv oder sogar nur Teile davon scharfkantig angeleuchtet, der Rest “versinkt” in dunklen harten Schatten. Und dazwischen gibt es unzählige Möglichkeiten, von den Unterschieden durch Kameraeinstellungen und Posen gar nicht zu sprechen.
In nur einer ungefähr einer Stunde haben wir eine ganze Reihe an unterschiedlichsten Fotos gemacht, ganz einfach bei uns im Wohnzimmer. Ich zeige euch hier mal eine kleine Auswahl davon. Ihr möchtet auch mal neue Portraits machen? Meldet euch einfach bei mir! Ich freu mich!













Städtetrip: London
Neue Städte kennenlernen ist immer was schönes. Herumflanieren, ein wenig shoppen, gut essen und trinken. Das Flair genießen. Und so viel wie möglich neues sehen. Die Geschichten der Stadt. Und jeder sieht die auch ein wenig anders. Daher zeige ich mal ein paar Städte, in denen ich war so aus meinem Blickwinkel.
Ich finde ja, schon nach ein paar Stunden weiß man, ob man sich wohlfühlt. Und ob man wieder kommt. Bei London hab ich das irgendwie gleich gewusst. Das wird meine zweite Lieblingsstadt nach zu Hause. Obwohl ich da erst 12 war oder so. Ich mein, es lag schon auch ein bisschen auf der Hand, da leben wirklich gute Freunde von mir. Aber trotzdem hätte ich nicht gedacht, dass ich so oft nach London komme. Muss einiges mehr als zehn Mal gewesen sein. Irgendwie ist es immer wie nach Hause kommen.
Und natürlich kommt man jedes Mal wieder an den Sehenswürdigkeiten vorbei. Aber wie daheim, ich versuch da auch immer schon an Plätze zu gehen, wo ich noch nicht war. Mit 18 war ich mit einer Schulfreundin für ein Monat zum Arbeiten in London. Da sind wir immer dahin gefahren, wo die U-Bahn Stationen lustig klingen.
London ist wirklich eine tolle Stadt. Wahnsinnsatmosphäre, da geht Fotografieren quasi von ganz allein. Auch abseits der klassischen Touristenpfade jagt ein Motiv das nächste. Aber seht mal selbst.































