Julia Hatina Julia Hatina

Gemeinsam fotografieren…

Meistens bin ich beim Fotografieren alleine unterwegs. Ich brauche oft ewig für kurze Strecken, bleibe oft unvermittelt stehen oder laufe plötzlich in die andere Richtung. Manchmal stehe ich auch einfach herum und warte. Nicht unbedingt das, was man einem Spaziergefährten unbedingt antun möchte. Daher hab ich das auch noch nie jemanden mitgenommen. Aber ich durfte herausfinden, wenn man mit anderen Fotobesessenen unterwegs ist, kann das super viel Spaß machen.

Meistens bin ich beim Fotografieren alleine unterwegs. Ich brauche oft ewig für kurze Strecken, bleibe oft unvermittelt stehen oder laufe plötzlich in die andere Richtung. Manchmal stehe ich auch einfach herum und warte. Nicht unbedingt das, was man einem Spaziergefährten unbedingt antun möchte. Daher hab ich das auch noch nie jemanden mitgenommen. Aber ich durfte herausfinden, wenn man mit anderen Fotobesessenen unterwegs ist, kann das super viel Spaß machen.

Über Instagram bin ich unlängst auf einen tollen Account gestoßen. @womeninstreetvienna (WISV) ist eine tolle Initiative die Straßenfotografinnen in Wien vernetzt und unterstützt. Gegründet von Eva Dasmaris, einer ganz tollen Fotografin werden über diesen Account Fotografinnen vorgestellt und gefördert, aber auch tolle Aktivitäten, wie zB gemeinsame Fotowalks organisiert. Und da ich noch sie bei sowas mit war, habe ich mir gedacht, das probiere ich mal aus.

Es hat total Spaß gemacht. Ich habe so nette und talentierte Leute kennengelernt. Und obwohl es so viele Blickwinkel und Präferenzen gibt, so viele Stile und Methoden, war es so ein netter harmonischer Spaziergang mit superfeinen Gesprächen und total unterschiedlichen Bildern. Es ist so spannend die unterschiedlichen Herangehensweisen kennenzulernen und dann die Fotos zu sehen.

Um ein wenig entschleunigt fotografieren zu können mit den vielen Einflüssen, habe ich beschlossen, analog zu fotografieren. Das ist dabei herausgekommen. Und wenn ihr die tollen Fotos meiner Mitspaziergängerinnen sehen wollt, seht euch den Account von WISV an!

Weiterlesen
Julia Hatina Julia Hatina

Und noch einmal in Farbe…

Ich bin zwar großer Fan davon, was die heutige Fotografie so alles kann, aber ich ich schon öfter erzählt habe, bin ich auch sehr begeistert von Analogfotografie. Da ich Schwarzweißfilm selbst und zu Hause entwickeln kann, hatte ich bis jetzt nur schwarzweiß fotografiert, genau genommen mit dem Ilford HP5. Farbfilm selbst zu entwickeln ist mir da mit meiner noch ein wenig eingeschränkteren Erfahrung doch noch eine Nummer zu groß. Trotzdem wollte ich schon einmal analogen Farbfilm versuchen.

Ich bin zwar großer Fan davon, was die heutige Fotografie so alles kann, aber ich ich schon öfter erzählt habe, bin ich auch sehr begeistert von Analogfotografie. Da ich Schwarzweißfilm selbst und zu Hause entwickeln kann, hatte ich bis jetzt nur schwarzweiß fotografiert, genau genommen mit dem Ilford HP5. Farbfilm selbst zu entwickeln ist mir da mit meiner noch ein wenig eingeschränkteren Erfahrung doch noch eine Nummer zu groß. Trotzdem wollte ich schon einmal analogen Farbfilm versuchen.

Nur welchen? Da könnte man sich jetzt komplett verlieren - Körnung, Colour Grading (Farbgebung) - und das sind nur einige der Aspekte. Absolut im Trend, vor allem in punkto Colour Grading ist der Kodak Portra 400. Fürs nur Rumspielen war mir der schon um einiges zu teuer. Ich hab mich dann für den guten alten Kodak Gold entschieden.

Wie früher als Kind im Urlaub… Den Film hab ich immer gehabt. Günstig ist er auch. Und hat einen sehr netten 80ies Touch. Er hat zwar ISO 200, was bedeutet, dass er schon relativ viel Licht braucht, aber draußen bei Tageslicht, sollte keine Probleme geben, hat es auch nicht.

Ich muss sagen, heikel ist er nicht. Hatte ihn auch auf der Schipiste mit - die Fotos habens alle zurück geschafft. Ich war eigentlich sehr happy. Hat zwar nicht ganz den Charme vom Portra, aber ich bin nicht unzufrieden.

Weiterlesen
Julia Hatina Julia Hatina

Altes Wien…

Hab ich schon mal gesagt, dass ich meine Heimatstadt liebe? Ich denke schon. Wien ist auch richtig alt, der älteste Teil von Wien stammt bereits aus der Römerzeit. Seitdem ist so viel passiert. Die Stadt hat so einiges gesehen. Und das spürt man in jeder Gasse. So viel Geschichte. So viele Geschichten.

Hab ich schon mal gesagt, dass ich meine Heimatstadt liebe? Ich denke schon. Wien ist auch richtig alt, der älteste Teil von Wien stammt bereits aus der Römerzeit. Seitdem ist so viel passiert. Die Stadt hat so einiges gesehen. Und das spürt man in jeder Gasse. So viel Geschichte. So viele Geschichten.

Ich bin ja oft in der Stadt unterwegs und weil es so zur Stadt passt, nehme ich total gerne meine Analogkamera auf meine Streifzüge mit. Dann sieht man die Geschichte gleich noch viel besser. Noch mehr Charme, noch mehr Charakter. Ich finde die Analogfotos richtig zeitlos. Da ist es schwer zu erahnen, wann die Fotos aufgenommen wurden. Und ich habe verschiedene Kameras verwendet, eine selbstgebaute Twin Reflex Kamera, eine Olympus OM2 und eine Canonet QL17, immer auf Schwarzweißfilm. Das hat in Wien richtig was.

Und ich genieße das analoge Fotografieren so sehr, gerade auf meinen Spaziergängen. Es ist viel ruhiger, keine schnelle Jagd nach dem Motiv, weil das schnelle Foto gibt es da nicht. Man muss sich mit dem Motiv viel mehr auseinandersetzen und viel mehr auf die technischen Einstellungen achten. Was immer eine ganz tolle Übung ist. Für Achtsamkeit und Bildkomposition.

Hier seht ihr ein paar Fotos von ganz überall aus Wien. Bin gespannt, ob man erkennt, wo ich überall gewesen bin.

Weiterlesen
Julia Hatina Julia Hatina

Gleiches Motiv - andere Geschichte?

Wie viel macht eigentlich die Kamera aus? Also das Medium, mit dem man etwas aufnimmt. Kommt da immer die gleiche Geschichte heraus?

Wie viel macht eigentlich die Kamera aus? Also das Medium, mit dem man etwas aufnimmt. Kommt da immer die gleiche Geschichte heraus?

Ich hab das im letzten Urlaub mal getestet. An einem kleinen Strand in der Bretagne. Neue Kamera gegen alte. Digital gegen analog. Schwarzweißfilm gegen Farbe. Das Motiv war aber das gleiche. Das Ergebnis nicht. Aber woran liegt das?

Wie oft kommt es vor, dass zwei Menschen das gleiche sehen und sie erzählen komplett andere Dinge darüber. Man ist immer geprägt, durch die Erfahrungen, Werte und Einstellung, die man hat. In dem Bild, dass man sich von einer Szene macht, priorisiert jeder anders, jedem fällt etwas anderes auf. Jeder fühlt dabei etwas anderes.

So ist das natürlich mit Fotos auch. Unterschiedliche Fotografen machen von der gleichen Szene teilweise komplett unterschiedliche Bilder. Aber in dem Fall habe ich selbst alle Fotos gemacht. Trotzdem ist irgendwie das Mindset anders, je nachdem welche Kamera man in der Hand hat, durch welchen Sucher man schaut. Und dann funktioniert natürlich die Technik der Kamera auch anders, durch die unterschiedliche Darstellungen wirkt das Bild natürlich auch anders. Daraus resultiert, dass der Blick des Betrachters völlig anders durchs Bild geleitet wird.

In den Vergleichsbildern sieht man das total. Der erste Punkt im Bild den man betrachtet ist völlig unterschiedlich und der “Weg durchs Bild” ist auch anders. Ich hatte dadurch ein völlig anderes Gefühl, obwohl ich zwei Mal die gleiche Szene gesehen habe. Die Wirkung ist ganz anders. Einmal ruhiger, friedlicher, einmal kraftvoller. In einem werden die Strukturen deutlicher, im anderen überwiegt Form und Bildkomposition. Die Bilder erzählen quasi unterschiedliche Geschichte, da andere Dinge in den Vordergrund rutschen. Die Bildsprache ist eine ganz andere. In einem der Meerblicke wird für mich ganz viel Einsamkeit und eine gewisse Melancholie transportiert, das andere dagegen fühlt sich eher romantisch und friedlich an. Aber ich möchte euch gar nicht beeinflussen. Sehen tut nämlich auch jeder anders. Schaut mal, was ihr dazu denkt.

Technische Info: Die Schwarzweißbilder sind mit der Olympus OM2 mit einem Ilford HP5 Film aufgenommen, die Farbfotos mit der Canon EOS R6, beide mit 50 mm Brennweite.



Weiterlesen
Julia Hatina Julia Hatina

Old school?

Wie altmodisch ist die Analogfotografie? Gar nicht so sehr finde ich. Es macht auch meine Digitalfotografie besser.

Eigentlich fotografiere ich schon ewig digital. Meine erste digitale Kamera war eine Canon EOS 450D und ich hab sie geliebt. Endlich so viele Fotos machen wie man möchte und alles gleich sehen können. Experimentieren mit der Technik ohne Ende. Da war Lernen viel einfacher. Schnell schnell ein Foto hier, schnell schnell ein Foto da. Bereit für jeden wertvollen Moment. So viele Vorteile, die ich natürlich auch nicht missen möchte. Ich liebe noch immer die digitale Fotografie, aber…

Am Dachboden meiner Eltern habe ich letztes Jahr eine alte Twin Reflex Kamera meines Großvaters gefunden, gefertigt in der DDR. Irgendwie hatte das Ding was und immer mehr Leute wagen sich wieder über das analog fotografieren. Na dann muss doch da was tolles dran sein. Aber ist das nicht mühsam? Ja - sehr :D Ein ganz neues Medium, ich natürlich null Ahnung. Filme besorgen, überhaupt den Auslöser finden :D Erste Fotoversuche, nur um festzustellen, die Kamera ist irreparabel kaputt und fotografiert nicht mehr. Da war ich nicht happy… Aber es hatte mich irgendwie.

Auf eBay fand ich nach einiger Recherche eine gebrauchte Rangefinder Kamera von Canon, klein, handlich und offen gestanden fand ich sie echt hübsch :). So richtig Retrolook. Aber natürlich geht es ja ums Fotografieren. Das habe ich auch dann fleißig geübt. Der ganze Prozess war anfangs extrem langwierig, neue bzw. eigentlich alte Technik, Filme mithaben, wechseln, zurückspulen, entwickeln oder entwickeln lassen, warten auf das Foto - ganz wie früher.

Und es gibt so viel zu lernen - ich hatte das Gefühl, ich fange quasi wieder ganz von vorne an. Aber ein Bild war auf einmal so wertvoll, man hat eine ganz andere Beziehung zu einem Foto, man beschäftigt sich viel mehr mit der Komposition und dem Motiv. Es hat sich viel mehr danach angefühlt, etwas zu “schaffen”. Und die Fotos haben echt Charakter. Natürlich sind sie dann nichts für Fans von großer Auflösung und extremer Schärfe, aber das Gefühl, das ist da.

Ich tauche da gerade erst ein, aber es macht richtig Spaß. Auch wenn es sicher echt old school wirkt. Ich habe auch so viel für die digitale Fotografie gelernt. Vor allem Entschleunigung, weg vom Massenfoto. Ich glaube echt, es macht auch meine digitalen Fotos besser, ich fotografiere definitiv bedachter. Ich merke, ich mache mir ganz anders Gedanken über ein Foto. Also vielleicht doch nicht so old school :)

Ich denke ich bleib dabei, auch wenn ich sehr deutlich merke, ich bin da noch sehr am Anfang. Jetzt habe ich halt immer zwei Kameras mit :D



Weiterlesen