Julia Hatina Julia Hatina

Gemeinsam fotografieren…

Meistens bin ich beim Fotografieren alleine unterwegs. Ich brauche oft ewig für kurze Strecken, bleibe oft unvermittelt stehen oder laufe plötzlich in die andere Richtung. Manchmal stehe ich auch einfach herum und warte. Nicht unbedingt das, was man einem Spaziergefährten unbedingt antun möchte. Daher hab ich das auch noch nie jemanden mitgenommen. Aber ich durfte herausfinden, wenn man mit anderen Fotobesessenen unterwegs ist, kann das super viel Spaß machen.

Meistens bin ich beim Fotografieren alleine unterwegs. Ich brauche oft ewig für kurze Strecken, bleibe oft unvermittelt stehen oder laufe plötzlich in die andere Richtung. Manchmal stehe ich auch einfach herum und warte. Nicht unbedingt das, was man einem Spaziergefährten unbedingt antun möchte. Daher hab ich das auch noch nie jemanden mitgenommen. Aber ich durfte herausfinden, wenn man mit anderen Fotobesessenen unterwegs ist, kann das super viel Spaß machen.

Über Instagram bin ich unlängst auf einen tollen Account gestoßen. @womeninstreetvienna (WISV) ist eine tolle Initiative die Straßenfotografinnen in Wien vernetzt und unterstützt. Gegründet von Eva Dasmaris, einer ganz tollen Fotografin werden über diesen Account Fotografinnen vorgestellt und gefördert, aber auch tolle Aktivitäten, wie zB gemeinsame Fotowalks organisiert. Und da ich noch sie bei sowas mit war, habe ich mir gedacht, das probiere ich mal aus.

Es hat total Spaß gemacht. Ich habe so nette und talentierte Leute kennengelernt. Und obwohl es so viele Blickwinkel und Präferenzen gibt, so viele Stile und Methoden, war es so ein netter harmonischer Spaziergang mit superfeinen Gesprächen und total unterschiedlichen Bildern. Es ist so spannend die unterschiedlichen Herangehensweisen kennenzulernen und dann die Fotos zu sehen.

Um ein wenig entschleunigt fotografieren zu können mit den vielen Einflüssen, habe ich beschlossen, analog zu fotografieren. Das ist dabei herausgekommen. Und wenn ihr die tollen Fotos meiner Mitspaziergängerinnen sehen wollt, seht euch den Account von WISV an!

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Städtetrip: Edinburgh

Oh Schottland… Eins der schönsten von allen Ländern. Atemberaubende Natur, einsame Inseln, beeindruckende Pflanzenwelt, Berge, glasklare Seen… Dafür fahren die Leute so gerne dahin. Aber sind die schottischen Städte auch so schön?

Oh Schottland… Eins der schönsten von allen Ländern. Atemberaubende Natur, einsame Inseln, beeindruckende Pflanzenwelt, Berge, glasklare Seen… Dafür fahren die Leute so gerne dahin. Aber sind die schottischen Städte auch so schön?

Edinburgh auf jeden Fall. Edinburgh hat ein wirklich ganz ganz eigenes Flair. Man spürt den keltischen Einfluss wirklich überall, genauso wie die britische Kultur. Und die ganze Stadt hat etwas extrem mystisches. Auch ein wenig dunkles. Irgendwie ist es keine fröhliche Stadt. Dafür aber eine freundliche. So nette Leute überall, so schöne Gebäude, so viele Geschichten aus der Vergangenheit, Gespenstergeschichten und wahre Erzählungen.

Ich habs so genossen, leider waren es nur ein paar Tage. Ich freu mich schon jetzt wenn ich wieder nach Edinburgh komme. Die Stadt hat echt einen starken Charakter und ich liebe auch das britische so sehr. Muss man auf jeden Fall sehen.


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Zurück aus dem Schnee

Letzte Woche war ich im Urlaub. Schifahren in den Bergen. Die perfekte Auszeit.

Letzte Woche war ich im Urlaub. Schifahren in den Bergen. Die perfekte Auszeit.

Die Kamera bleibt hier auch meistens zu Hause. Erstens hab ich ein bisschen Angst um sie. Schnee, Kälte und Schi fahren sind jetzt wahrscheinlich nicht ganz optimal für elektronische Geräte und Objektive. Und eigentlich sollte man ja auch mal Pause machen und die Gegend einfach auf sich wirken lassen.

Schaffe ich aber irgendwie meistens dann doch nicht. Heuer hatte ich aber nur eine alte analoge Kamera und mein Handy dabei. Und obwohl ich seit fast 20 Jahren in die gleiche Region fahre, die Berge im Winter erstaunen mich jedes Jahr wieder. Was für ein Anblick. Totale Freiheit. Die frischeste Luft, die man sich vorstellen kann. Beeindruckendste Natur. Und irgendwie das Gefühl, eine Pause von der hektischen Welt zu haben. Ganz weit weg zu sein. Das rückt irgendwie die Prioritäten zurecht.

Ich versuche einfach mal alles zu genießen, aber an allen Motiven kann man nicht einfach vorbei fahren. Dafür hab ich dann eine wunderschöne Erinnerung, wenn ich zurück im grauen Winter-Wien bin.

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Entlang der U4

Man braucht ja auch manchmal gute Ausreden um fotografieren zu gehen. Und die bringen oft ganz neue Blickwinkel. Ich bin ja der Meinung selbst die langweiligsten Orte haben etwas fotografierenswertes…

Auf dem Heimweg in der U-Bahn schaue ich natürlich gerne herum. Die U-Bahn ist so ungefähr einer der alltäglichsten Umgebungen (jetzt vielleicht mal ausgenommen vom eigenen Zuhause). Und ich hab mich plötzlich herausgefordert gefühlt. Kann man hier spannende Fotos machen? Zahlt sich hier ein neues Projekt aus?

Da bin ich mal losgezogen. Da ich fast am Westende der U4 wohne, bin ich ans andere Ende der U4 nach Heiligenstadt gefahren und habe einfach ein paar Stationen abgeklappert. Und hatte super viel Spaß - manche Dinge, die einem sonst kaum mehr auffallen, wurden zu interessanten Fotomotiven. Mir ist da erst aufgefallen, wie unterschiedlich und einzigartig unsere U-Bahnstationen und ihre Umgebungen sind. Und wie spannend das Licht da oft ist. Und die Leute.

Ich muss sagen, seitdem gehe ich mit anderen Augen durch die Stationen. Ist ja auch wirklich eine tolle Sache, wie viel Menschen hier am Weg von A nach B vorbeikommen. In der Hektik habe ich oft so einen Tunnelblick, das hat sich jetzt schon ein wenig geändert. Und die tolle Infrastruktur, die wir da in Wien haben, gehört auch ein wenig gewertschätzt. Wir kommen hier echt schnell durch die Stadt und das noch in teilweise echt erstaunlicher Architektur.

Ich bin gespannt, ob ich euch ein wenig inspirieren kann, mal am Weg in die Arbeit genauer zu schauen.

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Städtetrip: Madrid

¡Viva España! Vor zwei Jahren war ich endlich das erste Mal in der spanischen Hauptstadt. Ich wusste nicht wirklich was ich erwarten sollte. Ich hatte irgendwie nicht viel gehört. Und während man bei anderen Städten sofort deren berühmteste Bauwerke vor Augen hat, hatte ich bei Madrid keine Ahnung was es da so gibt.

¡Viva España! Vor zwei Jahren war ich endlich das erste Mal in der spanischen Hauptstadt. Ich wusste nicht wirklich was ich erwarten sollte. Ich hatte irgendwie nicht viel gehört. Und während man bei anderen Städten sofort deren berühmteste Bauwerke vor Augen hat, hatte ich bei Madrid keine Ahnung was es da so gibt.

Wie ich dann dort war, habe ich verstanden, was die größte Sehenswürdigkeit von Madrid war. Es war kein besonderes Gebäude, keine von den definitiv wunderschönen zahlreichen Kirchen, auch nicht der riesige und edle Königspalast oder der Plaza Mayor, der Hauptplatz von Madrid direkt in der Innenstadt. Nicht einmal das Stadion von Real Madrid.

Alles das ist ja ganz nett, aber eigentlich nichts, was man unbedingt gesehen haben muss. Wenn mich jemand fragt, was man in Madrid nicht verpassen darf, könnte ich es auf die schnelle nicht einmal sagen.

Aber was ist es dann mit Madrid? Madrids größte Sehenswürdigkeit ist ganz einfach die unglaubliche Atmosphäre. Der “Vibe”, wenn man so will. Wir kamen in der Innenstadt an um 1 Uhr früh - hungrig und müde. Und trotzdem, ich war sofort gut gelaunt. Selbst mitten in der Nacht ist die Stimmung grandios. Überall was los, überall Musik, überall gibt es herrliches spanisches Essen. So viele schöne Gebäude, verwinkelte romantische Gassen, riesige majestätische Hauptstraßen, altes und modernes. Alles mit traumhaftem spanischem Flair.

Wir haben nicht viel Zeit gehabt, aber die haben wir gut genützt und sind einfach durch die Stadt geschlendert, relativ ziellos, wo was nett aussah sind wir abgebogen. Und wir hatten super viel Spaß, haben uns total wohl gefühlt, gut geshoppt und gut gegessen. Fotografieren war auch toll, ich habe sehr versucht die Stimmung einzufangen. Ich hoffe, das ist gelungen!

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Altes Wien…

Hab ich schon mal gesagt, dass ich meine Heimatstadt liebe? Ich denke schon. Wien ist auch richtig alt, der älteste Teil von Wien stammt bereits aus der Römerzeit. Seitdem ist so viel passiert. Die Stadt hat so einiges gesehen. Und das spürt man in jeder Gasse. So viel Geschichte. So viele Geschichten.

Hab ich schon mal gesagt, dass ich meine Heimatstadt liebe? Ich denke schon. Wien ist auch richtig alt, der älteste Teil von Wien stammt bereits aus der Römerzeit. Seitdem ist so viel passiert. Die Stadt hat so einiges gesehen. Und das spürt man in jeder Gasse. So viel Geschichte. So viele Geschichten.

Ich bin ja oft in der Stadt unterwegs und weil es so zur Stadt passt, nehme ich total gerne meine Analogkamera auf meine Streifzüge mit. Dann sieht man die Geschichte gleich noch viel besser. Noch mehr Charme, noch mehr Charakter. Ich finde die Analogfotos richtig zeitlos. Da ist es schwer zu erahnen, wann die Fotos aufgenommen wurden. Und ich habe verschiedene Kameras verwendet, eine selbstgebaute Twin Reflex Kamera, eine Olympus OM2 und eine Canonet QL17, immer auf Schwarzweißfilm. Das hat in Wien richtig was.

Und ich genieße das analoge Fotografieren so sehr, gerade auf meinen Spaziergängen. Es ist viel ruhiger, keine schnelle Jagd nach dem Motiv, weil das schnelle Foto gibt es da nicht. Man muss sich mit dem Motiv viel mehr auseinandersetzen und viel mehr auf die technischen Einstellungen achten. Was immer eine ganz tolle Übung ist. Für Achtsamkeit und Bildkomposition.

Hier seht ihr ein paar Fotos von ganz überall aus Wien. Bin gespannt, ob man erkennt, wo ich überall gewesen bin.

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Eine kleine Portraitsession…

Jedes Jahr, wenn es dann schon Richtung Winter geht, gibt es bei uns zu Hause Fotoshootings. Wir machen immer ein paar Portraits und ein paar Familienfotos. Super Weihnachtsgeschenke, das ist bei uns schon ein Fixpunkt und vor allem Oma und Opa können die neuen Fotos meistens schon gar nicht erwarten.

Jedes Jahr, wenn es dann schon Richtung Winter geht, gibt es bei uns zu Hause Fotoshootings. Wir machen immer ein paar Portraits und ein natürlich auch Familienfotos. Super Weihnachtsgeschenke, das ist bei uns schon ein Fixpunkt und vor allem Oma und Opa können die neuen Fotos meistens schon gar nicht erwarten.

Meine Tochter und ich haben jetzt die erste Fotosession absolviert und ein paar schöne Portraits gemacht. Mit dem richtigen Equipment sind es nur ein paar Handgriffe und man kann total viele unterschiedliche Portraitstile ausprobieren.

Allein die Farbe des Hintergrunds macht einen Wahnsinnsunterschied in der Bildwirkung. Die Lichtquellen und Positionierung des Lichts können ein Portrait auch komplett verändern. Leuchte ich das Gesicht komplett aus oder setze ich bewusst Schatten um den Ausdruck des Gesichts zu unterstreichen. Schatten können das Gesicht wunderbar modellieren und den Charakter eines Menschen toll betonen. Dabei entstehen oft sehr kunstvolle Portraits. Immer ist das aber möglicherweise nicht gewünscht. Bei einem Bewerbungsfoto beispielsweise, möchte ich wahrscheinlich lieber das ganze Gesicht ganz natürlich sehen.

Auch die Art der Lichtquelle selbst trägt etwas zum Ausdruck des Portraits bei. Verwende ich weiches Licht aus einer Softbox beispielsweise, habe ich recht viel Licht überall, auch im Hintergrund und nur sanfte Schatten. Bei einem gerichteten Blitzkopf dagegen wird nur das Motiv oder sogar nur Teile davon scharfkantig angeleuchtet, der Rest “versinkt” in dunklen harten Schatten. Und dazwischen gibt es unzählige Möglichkeiten, von den Unterschieden durch Kameraeinstellungen und Posen gar nicht zu sprechen.

In nur einer ungefähr einer Stunde haben wir eine ganze Reihe an unterschiedlichsten Fotos gemacht, ganz einfach bei uns im Wohnzimmer. Ich zeige euch hier mal eine kleine Auswahl davon. Ihr möchtet auch mal neue Portraits machen? Meldet euch einfach bei mir! Ich freu mich!

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Städtetrip: London

Neue Städte kennenlernen ist immer was schönes. Herumflanieren, ein wenig shoppen, gut essen und trinken. Das Flair genießen. Und so viel wie möglich neues sehen. Die Geschichten der Stadt. Und jeder sieht die auch ein wenig anders. Daher zeige ich mal ein paar Städte, in denen ich war so aus meinem Blickwinkel.

Ich finde ja, schon nach ein paar Stunden weiß man, ob man sich wohlfühlt. Und ob man wieder kommt. Bei London hab ich das irgendwie gleich gewusst. Das wird meine zweite Lieblingsstadt nach zu Hause. Obwohl ich da erst 12 war oder so. Ich mein, es lag schon auch ein bisschen auf der Hand, da leben wirklich gute Freunde von mir. Aber trotzdem hätte ich nicht gedacht, dass ich so oft nach London komme. Muss einiges mehr als zehn Mal gewesen sein. Irgendwie ist es immer wie nach Hause kommen.

Und natürlich kommt man jedes Mal wieder an den Sehenswürdigkeiten vorbei. Aber wie daheim, ich versuch da auch immer schon an Plätze zu gehen, wo ich noch nicht war. Mit 18 war ich mit einer Schulfreundin für ein Monat zum Arbeiten in London. Da sind wir immer dahin gefahren, wo die U-Bahn Stationen lustig klingen.

London ist wirklich eine tolle Stadt. Wahnsinnsatmosphäre, da geht Fotografieren quasi von ganz allein. Auch abseits der klassischen Touristenpfade jagt ein Motiv das nächste. Aber seht mal selbst.

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Hochzeitserinnerungen…

Ach Hochzeiten. Der schönste Tag im Leben. Ich genieße jede Hochzeit, die ich fotografieren darf so sehr. Und durch Fotos bleibt die Erinnerung immer ganz nah. Gerade erst habe ich mir die Fotos von einer ganz besonderen Hochzeit wieder durchgesehen.

Ach Hochzeiten. Der schönste Tag im Leben. Ich genieße jede Hochzeit, die ich fotografieren darf, so sehr. Und durch Fotos bleibt die Erinnerung immer ganz nah. Gerade erst habe ich mir die Fotos von einer ganz besonderen Hochzeit wieder durchgesehen.

Im Juli 2021 waren wir hier gerade noch mitten in Covid Sanktionen. Hochzeiten waren streng limitiert, Masken mussten wir zwar nicht tragen, aber die Gästezahl musste sehr klein gehalten werden. Eine meiner besten Freundinnen hatte hier genau ihre Hochzeit geplant. Sie durfte nur im engsten Kreis - mit Familie und Trauzeugen heiraten. Das war natürlich super traurig, ohne Freunde zu feiern. Aber ich hatte das unglaubliche Glück, als Fotografin teilnehmen zu dürfen. Ich hab mich so gefreut.

Und es war so eine schöne Feier. Ein ganz enger, vertrauter Kreis. Alle hatten so viel Spaß und haben es so genossen einander wieder zu sehen und das Brautpaar zu feiern. Und das Brautpaar war so glücklich. Ich hatte so einen Spaß dabei, die beiden und ihren absolut süßesten kleinen Sohn zu fotografieren.

Als ich mir jetzt die Fotos wieder angesehen habe, konnte ich mich wieder so gut an diesen schönen Tag erinnern, an die ganze Freude und die wunderbaren Momente.

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Ein Spaziergang durch den Westen…

Ich bin ja mit Begeisterung in Wien zu Hause. Und ich gehe gern spazieren. Wenn ich mal ein wenig Zeit für mich habe, dann begebe ich mich in die verschiedensten Ecken von Wien.

Ich bin ja mit Begeisterung in Wien zu Hause. Und ich gehe gern spazieren. Wenn ich mal ein wenig Zeit für mich habe, dann begebe ich mich in die verschiedensten Ecken von Wien.

Denn auch wenn ich schon mein ganzes Leben hier wohne, habe ich noch längst nicht alles gesehen. Wien sieht auch irgendwie überall ein bisschen anders aus. Das Flair ist überall ein bisschen anders, manchmal sehr modern, manchmal sehr historisch, manchmal ein wenig heruntergekommen, manchmal ganz frisch gemacht. Sehr viel grün und dann auch wieder gar nicht. Touristisch ist es auch ganz oft, aber es gibt auch Ecken, da ist kein Mensch.

Im Bezug auf Fotos versuche ich immer die klassischen Plätze zu vermeiden. Die sind eh schon genug fotografiert worden. Manchmal findet man aber dann doch neue Fotoideen. Diesmal möchte ich Bilder von einem Spaziergang durch den Westen zeigen, gleich bei mir daheim, genau genommen den 13. und 14. Bezirk. Dabei war es mir wichtig ganz neue Blickwinkel zu zeigen und vor allem die Vielfalt, die es zu sehen gibt.



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Gleiches Motiv - andere Geschichte?

Wie viel macht eigentlich die Kamera aus? Also das Medium, mit dem man etwas aufnimmt. Kommt da immer die gleiche Geschichte heraus?

Wie viel macht eigentlich die Kamera aus? Also das Medium, mit dem man etwas aufnimmt. Kommt da immer die gleiche Geschichte heraus?

Ich hab das im letzten Urlaub mal getestet. An einem kleinen Strand in der Bretagne. Neue Kamera gegen alte. Digital gegen analog. Schwarzweißfilm gegen Farbe. Das Motiv war aber das gleiche. Das Ergebnis nicht. Aber woran liegt das?

Wie oft kommt es vor, dass zwei Menschen das gleiche sehen und sie erzählen komplett andere Dinge darüber. Man ist immer geprägt, durch die Erfahrungen, Werte und Einstellung, die man hat. In dem Bild, dass man sich von einer Szene macht, priorisiert jeder anders, jedem fällt etwas anderes auf. Jeder fühlt dabei etwas anderes.

So ist das natürlich mit Fotos auch. Unterschiedliche Fotografen machen von der gleichen Szene teilweise komplett unterschiedliche Bilder. Aber in dem Fall habe ich selbst alle Fotos gemacht. Trotzdem ist irgendwie das Mindset anders, je nachdem welche Kamera man in der Hand hat, durch welchen Sucher man schaut. Und dann funktioniert natürlich die Technik der Kamera auch anders, durch die unterschiedliche Darstellungen wirkt das Bild natürlich auch anders. Daraus resultiert, dass der Blick des Betrachters völlig anders durchs Bild geleitet wird.

In den Vergleichsbildern sieht man das total. Der erste Punkt im Bild den man betrachtet ist völlig unterschiedlich und der “Weg durchs Bild” ist auch anders. Ich hatte dadurch ein völlig anderes Gefühl, obwohl ich zwei Mal die gleiche Szene gesehen habe. Die Wirkung ist ganz anders. Einmal ruhiger, friedlicher, einmal kraftvoller. In einem werden die Strukturen deutlicher, im anderen überwiegt Form und Bildkomposition. Die Bilder erzählen quasi unterschiedliche Geschichte, da andere Dinge in den Vordergrund rutschen. Die Bildsprache ist eine ganz andere. In einem der Meerblicke wird für mich ganz viel Einsamkeit und eine gewisse Melancholie transportiert, das andere dagegen fühlt sich eher romantisch und friedlich an. Aber ich möchte euch gar nicht beeinflussen. Sehen tut nämlich auch jeder anders. Schaut mal, was ihr dazu denkt.

Technische Info: Die Schwarzweißbilder sind mit der Olympus OM2 mit einem Ilford HP5 Film aufgenommen, die Farbfotos mit der Canon EOS R6, beide mit 50 mm Brennweite.



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Land der Berge…

Also mindestens zwei Mal im Jahr müssen es die Berge sein. Wir haben eine kleine Hütte im wunderschönen Pinzgau im Salzburger Land. Direkt mit Blick auf den Hochkönig. Allein für diesen Blick zahlt sich schon das Hinfahren aus.

Also mindestens zwei Mal im Jahr müssen es die Berge sein. Wir haben eine kleine Hütte im wunderschönen Pinzgau im Salzburger Land. Direkt mit Blick auf den Hochkönig. Allein für diesen Blick zahlt sich schon das Hinfahren aus.

Aber trotzdem ist das nichts gegen oben sein. Die ultimative Freiheit. Eine Luft, die es nirgendwo anders gibt. Einmal einatmen und der Stress ist weg. Für mich gibt es nicht, was so erdet und entspannt wie die Berge. Für eine Weile über den Dingen sein. Sich nach dem letzten steilen Stück umdrehen und einfach nur staunen. Plötzlich ist man aus dem heimeligen begrenzten Tal ganz oben in der Weite, und wird ganz hell, überall Himmel, flauschige Wolken, Sonnenstrahlen, Bergspitzen und Bäume. Ein Traum.

Die Kamera ist natürlich immer dabei, aber vor dem Foto muss ich immer ein wenig den Moment genießen. Wirken lassen und dann schauen, wie kann ich diesen Moment festhalten, sodass man auch auf dem Foto sieht, was er mir bedeutet und wie ich empfunden habe, welche Geschichte kann ich damit erzählen.

Dann meldet sich mein kleiner künstlerischer Monk und bastelt am genauen Bildausschnitt. Was soll alles ins Foto, was muss nicht, wie ordne ich es an? Sodass die Geschichte nicht verloren geht. Aber trotzdem alles möglichst einfach und gut gestaltet ist. Gerade Bergmotive können am Foto extrem verlieren, weil es schwer ist die Weite einzufangen, da wirkt oft alles recht flach. Da ist es wichtig, TIefe ins Foto bekommen - ein Element im Vordergrund, Wolken am Himmel… Oder natürlich auch einen Menschen, damit man die Größenverhältnisse gut sieht.

Die Stimmung wird auch maßgeblich vom Licht beeinflusst. Gerade in den Bergen kann das so einen unvorstellbaren Unterschied machen, von der düsteren Nebelsuppe zum sonnengefluteten Bergpanorama. Das ist auch gar nicht einfach zu fotografieren, so viel Licht, so viel Schatten, meistens beides gleichzeitig… da kann man einiges lernen. Aber in den Bergen übt man gerne :)

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Roadtrip. Einmal von Paris nach London.

Juhu Ferien. Nach einem echt stressigen Juni konnten wir unseren Urlaub heuer im Juli kaum erwarten. Endlich eine Auszeit. Von fast allem, nur nicht vom Fotografieren.

Juhu Ferien. Nach einem echt stressigen Juni konnten wir unseren Urlaub heuer im Juli kaum erwarten. Endlich eine Auszeit. Von fast allem, nur nicht vom Fotografieren.

Wir sehen gerne neues, sind gerne an Orten, wo sich nicht die Massen tummeln. Und wo es nicht glühend heiß ist. Aber vor allem wo man gut fotografieren kann. Sich auf einen Ort zu einigen war dieses Jahr gar nicht so einfach. Meer war gewünscht, Berge. Shoppen, wandern. Eigentlich alles. Und wie immer Roadtrip.

Nach einiger Überlegung stand die Route. Von Paris nach London. Aber nicht einfach so. Nach Paris mit dem Flieger, von dort in die Bretagne. Nach ausgiebiger Erforschung geht es weiter mit dem Schiff nach Großbritannien. Aber bevor wir nun einfach nach London fahren, machen wir einen ganz schönen Umweg und biegen stattdessen in den Nordwesten ab. Als erstes geht es nach Südwales, dann quer durchs Land in den Norden von Wales, unter anderem auf die Insel Anglesey.

Was für ein Urlaub. Wir haben so viel gesehen. Die Bretagne war wirklich traumhaft. Wunderschöne bretonische Häuschen, überall die blauen Fensterläden, viel Meer, Strände, Leuchttürme, rosa Sandsteinfelsen, in ganz ungewöhnlichen Formen, Moules-frites und so viel Charme. Aber da hört man ja nur gutes, daher hatten wir auch schon eine recht hohe Erwartungshaltung. Die absolute Überraschung aber war Wales. Die Fotos, die ich gesehen hatte, waren ja schon nett, aber hier wurden alle Erwartungen schlichtweg übertroffen.

Ja ich bin schon grundsätzlich ein Fan von allem Britischen. Aber Wales ist einfach ein Traum. Kleine bunte Dörfchen, rauhe Küsten, atemberaubende Klippen, unfassbar weite weiße Strände, grüne Wälder, traumhafte Berge und ich mag ja selbst das Essen. Und auch das Wetter. Keine Hitze, jeden Tag gibt es von Regen bis Sonne alles. Und wahnsinnig viel anzusehen. Es war so schön. Aber seht selbst.


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Ein Abend in Wien…

Letztens war ich auf einem Konzert. Aber es war nicht nur irgendein Konzert, sondern die Band meiner ältesten Freundin. Eine richtige Wiener Band, Wiener Texte zur Rockmusik. Und ganz viel Stimmung.

Diesmal war ich nicht nur als Gast dort, sondern habe auch fotografiert. Die Band hatte 15-jähriges Jubiläum und das gehört natürlich gefeiert. Falls du neugierig geworden bist - die Band heißt Krautfleisch und du findest alle Infos und die nächsten Konzerte hier. Große Empfehlung von mir!

Konzertfotos sind immer eine besondere Herausforderung. Schlechte Winkel zum Motiv, fast unfotografierbare Lichtverhältnisse, Menschen im Weg… Wirklich nicht leicht. Aber dafür auch sehr spannend. Musik ist so oft pure Emotion, und die einzufangen, liebe ich einfach. Was für ein Abend!

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Nebenschauplätze?

Ja Nebenschauplätze. Oft übersehen, einfach Teil des Alltags. Aber auch Teil unseres Lebens. Was hat das mit Fotografie zu tun? Über Instagram habe ich von der aktuellen Foto-Ausstellung im Wien Museum MUSA erfahren. Sie heißt “Im Alleingang” und zeigt die Bilder der österreichischen Fotografin Elfriede Mejchar.

Ja Nebenschauplätze. Oft übersehen, einfach Teil des Alltags. Aber auch Teil unseres Lebens. Was hat das mit Fotografie zu tun? Über Instagram habe ich von der aktuellen Foto-Ausstellung im Wien Museum MUSA erfahren. Sie heißt “Im Alleingang” und zeigt die Bilder der österreichischen Fotografin Elfriede Mejchar. Sie hatte ein Faible für das Banale und zeigte gerne den gewöhnlichen, oft etwas tristen Alltag der Randgebiete Wiens. Also die Nebenschauplätze des Stadtgetummels. Details findest du hier.

Ich finde ihre Fotos extrem spannend - eine ganz neue Sicht auf meine Heimatstadt, daher hat es mich umso mehr gereizt bei einer vom Veranstalter ausgeschriebenen Fotochallenge mitzumachen. Gefragt war es, ganz im Stile von Elfriede Mejchar die Randgebiete unserer Stadt zu zeigen. Die besten Bilder werden mit einem Ausstellungsplatz im Foyer des MUSA belohnt.

Da ich ja auch immer an meinem eigenen Wien-Projekt dran bin, war ich natürlich top-motiviert. Aber wie es so ist, ist mir bei Ausflügen mit der Kamera natürlich sehr wenig begegnet, das ich in dem Zusammenhang teilen wollte. Aber dann mal abends am Heimweg ging ich an unserer nächstgelegenen Tankstelle vorbei. Von der Seite komme ich normalerweise nie zu Fuß. Und am Abend schon gar nicht, daher war die Aussicht für uns neu. Ich hatte noch nie bemerkt, dass die Waschstraße, die der Tankstelle angeschlossen ist, komplett innen beleuchtet ist, wenn sie schon geschlossen hat. Und ausgestorben wars dort natürlich um die Uhrzeit auch. Der Anblick hatte total was und ich hab beschlossen, nachdem ich keine Kamera mit hatte, halte ich es einfach so gut es geht mit dem Handy fest. Ich war echt happy, zwar ein Handyfoto, aber das hat der Tristesse dort sogar irgendwie geholfen. Und am Stadtrand war es auch. So hatte ich meinen Kandidaten für den Fotowettbewerb gefunden.

Ich hab das Foto also eingereicht. Mein erster Fotowettbewerb. Erwartungen hatte ich gar keine, konnte mir nicht vorstellen, dass ich je etwas höre. Aber dann kam sie, die Nachricht. Ob man mein Foto in der Ausstellung zeigen dürfte. Hab mich so riesig gefreut. Mein Bild gedruckt in einer Ausstellung. Mein Foto wurde tatsächlich ausgewählt, dabei gab es über 3600 Einreichungen. Bin wirklich richtig dankbar.

Und das im Rahmen so einer tollen Ausstellung. Die kann ich euch übrigens wirklich ans Herz legen, richtig interessant Elfriede Mejchars Sicht auf Wien. Und was für eine Bandbreite an Fotos. Echt schön.

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Mal was anderes.

Ich war schon immer ein visueller Typ, da liegt meine Freude am Fotografieren ja nahe. Aber das war gar nicht meine erste Leidenschaft. Sobald ich einen Stift halten konnte, hab ich gezeichnet. Und gemalt. Mit Begeisterung. Und dauernd. Noch vor dem Foto machen, war das mein Berufswunsch Nummer eins.

Ich war schon immer ein visueller Typ, da liegt meine Freude am Fotografieren ja nahe. Aber das war gar nicht meine erste Leidenschaft. Sobald ich einen Stift halten konnte, hab ich gezeichnet. Und gemalt. Mit Begeisterung. Und dauernd. Noch vor dem Foto machen, war das mein Berufswunsch Nummer eins.

Aber wie das Leben so spielt, fehlt es, wenn man “groß” ist schnell mal an der Zeit und man muss mit einigen Dingen ein wenig zurückstecken. Umso schöner ist es, wenn man den großen Leidenschaften wieder mehr Raum geben kann. Ich habe mittlerweile gelernt, wie wichtig es ist, sich selbst diesen Platz zu geben und male und zeichne jetzt wieder regelmäßig. Für mich bedeutet das wirklich die Welt.

Wenn du dich auch für BIlder interessierst, klick auf den Button unterhalb und sieh dir gerne mal an, was ich so male. Super gerne male oder zeichne ich auch etwas für dich - Portrait oder Landschaft, was du möchtest - ich freue mich.

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Julia Hatina Julia Hatina

Home Office?

Letzte Woche hab ich ein wunderschönes Familienshooting von zu Hause aus gemacht. Okay das ist jetzt etwas geschummelt. Es war nicht bei mir zu Hause. Ich hatte die große Freude eine Familie zu besuchen, sie einen halben Tag zu begleiten und dabei ihren Alltag zu dokumentieren. Bei so einer Familienreportage bekommt die Phrase “Erinnerungen festhalten” ein ganz neues Level.

Letzte Woche hab ich ein wunderschönes Familienshooting von zu Hause aus gemacht. Okay, das ist jetzt etwas geschummelt. Es war nicht bei mir zu Hause. Ich hatte die große Freude eine Familie zu besuchen, sie einen halben Tag zu begleiten und dabei ihren Alltag zu dokumentieren. Bei so einer Familienreportage bekommt die Phrase “Erinnerungen festhalten” ein ganz neues Level.

An was möchte man sich später mal erinnern? Wie es wirklich war oder? So die ganze Zeit. Und genau diese vielen, kleinen Momente am Weg gehen in der Wucht des Alltags meistens irgendwie verloren. Wer hält schon das gemeinsame Mittagessen am Feiertag fest? Ist doch kein besonderer Anlass. Und das ist genau das Problem. Eigentlich ist es aber doch besonders. Es ist das was das zu Hause zum Zu Hause macht. Gemeinsam was kochen, gemeinsam essen, gemeinsam spielen, einfach nur gemeinsam sein, ohne großen Anlass. In den “normalen” Klamotten, an die man sich oft so gut erinnert, weil man sie so gern daheim anhat. In der vertrauten Umgebung, in der man sich so wohl fühlt, wo man ganz man selbst sein kann. Durch diese kleinen Momente wachsen Menschen zusammen und fühlen sich geborgen in ihrer kleinen Welt. Ich finde das schon sehr besonders.

Und so hat es mich total gefreut, in eine so besondere Welt eintauchen zu dürfen. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und war eine wirklich wunderbare Erfahrung. Wir haben einfach nur Zeit gemeinsam verbracht und ich habe währenddessen fotografiert. Ich bin wirklich dankbar für das Vertrauen und die Offenheit, die ich genossen habe - nach ganz kurzer Zeit war die Kamera vergessen und ich war einfach nur Teil eines tollen Tages.

Weil es sich aber natürlich auch anbietet, haben wir auch ein paar “gestellte” Familienbilder gemacht. Dadurch, dass alle schon “aufgewärmt” waren, waren die in wenigen Minuten im Kasten und alle hatten beim Posieren einen Riesenspaß.

Herausgekommen sind an diesem Tag wirklich tolle Erinnerungen an kleine Alltagsomente, aber auch gemeinsame Bilder für die Wohnzimmerwand.

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Fotoshooting im Aufzug?

Ich hatte gerade ein Riesenglück. Kennt ihr diese richtig alten Wiener Aufzüge? Die bei denen man schon ein wenig Angst hat einzusteigen? Aussehen tun sie aber supercool. Und wenn man dann noch seine beste Freundin in sowas fotografieren darf, ist das schon was richtig feines.

Ich hatte gerade ein Riesenglück. Kennt ihr diese richtig alten Wiener Aufzüge? Die bei denen man schon ein wenig Angst hat einzusteigen? Aussehen tun sie aber supercool. Und wenn man dann noch seine beste Freundin in sowas fotografieren darf, ist das schon was richtig feines.

Eigentlich unvorstellbar, ein Fotoshooting in einem Aufzug. Wenig Platz, schlechtes Licht, das Ding sollte ja auch was tun - sehr schlechte Voraussetzungen für gute Fotos. Aber. Wenn die beste Freundin, die Sängerin ist, den Lift zu ihrem Proberaum einfach mal blockieren darf, weil dort niemand ist, kann man das schon mal probieren. Noch dazu müsstet ihr diesen Lift sehen. Richtig toller senfgelber Wiener Retrostyle Lift. Es leben die 60er Jahre. Architektonisch nicht bahnbrechend, aber der sieht schon so richtig urig aus. Wenn die Freundin dann auch noch perfekt passenden Mantel und Tasche hat, kann das alles.

Ganz einfach wars natürlich nicht, weil wie schon vermutet, die Lichtsituation ist alles andere als ideal. Finsterer Gang und kein Fenster im Aufzug. Nur ein kleines Deckenlicht in der Kabine. Also erst ganz klassisch mit Blitz, aber dann hab ich mir gedacht, dem Deckenlicht muss man auch eine Chance geben. Und gut wars. Hat mir echt gefallen. Platzmäßig wars schon recht knapp, der Gang ist grad mal ein paar Schritte breit. Aber dann halt 35 mm drauf, also ein wenig weiter als man normalerweise für Menschenbilder nimmt, aber ich muss sagen, das hat gar nicht gestört. Für den schönen Schein noch ein Pro Mist Filter und ich war happy. Freundin auch. Ein super Abend!

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Julia Hatina Julia Hatina

Immer ganz flexibel.

Wie entscheide ich mich für die richtige Brennweite? Ich will doch nichts verpassen…

Allzeit bereit oder? Es könnte ja sein, dass ich einen tollen Moment verpasse. Und der muss ja richtig eingerahmt werden. Also den richtigen Bildausschnitt haben. Will ich einen ganz weiten Blick haben und möglichst viel am Foto zeigen oder ganz nah ran und ein Detail festhalten. Diesen Ausschnitt nennt man auch die Brennweite eines Kameraobjektivs. Da hat man nun also bei der Entscheidung darüber die Qual der Wahl. Und die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt. Wenn ich da flexibel sein möchte brauche ich ein Zoomobjektiv, hier habe ich einen gewissen Spielraum beim Bildausschnitt. Ich kann also “rein- und rauszoomen”. Toll und praktisch. Nur. Solche Teile sind teuer oder ich muss mich möglicherweise mit Qualitätsabstrichen abfinden. Und sie sind im Regelfall größer und schwerer. Und heikler. So genannte Fixbrennweiten hingegen sind handlicher, bei gleicher Qualität günstiger und haben häufig in der Schärfe ein wenig die Nase vorn. Dafür habe ich immer nur den gleichen “Rahmen”.

Also was tun? Geben tut es alles. Kommt natürlich sehr auf die Umstände an.

Wenn ich eine Hochzeitsreportage mache, gibt es keine Diskussion. Die Momente sind zu wertvoll, als dass ich hier etwas riskieren möchte. Und da geht alles schnell. Situationen ergeben sich jede Sekunde und das kann direkt vor mir sein oder auch weit weg. Da kommt für mich nur ein Zoomobjektiv in Frage.

Für alles andere ist die Entscheidung nicht zu einfach. Was möchte ich fotografieren? Wie viel Platz habe ich in meiner Kameratasche? Kann ich entspannt Objektive tauschen? Besonders schwer fällt es mir für meinen Urlaub. Neue außergewöhnliche Orte, da darf ich doch auch keine Möglichkeit auslassen oder? Verlockend wäre es schon mit kiloweise Equipment zu fahren. Leider nicht wirklich eine Option, wenn man noch zwei Kinder mit hat. Trotzdem kam viel zu viel mit. Objektive, diverse Filter dazu usw.

Letzten Sommer habe ich mich eigentlich eh bemüht. Wir waren auf Roadtrip entlang der Nordküste Spaniens. Motive ohne Ende. Ich hatte mein Zoomobjektiv mit. Dieses bietet mit 24-70mm einen weiten Bildausschnitt, super geeignet für Landschaftsbilder, ermöglicht aber einen engeren Ausschnitt für das eine oder andere Urlaubsportrait oder ähnliches. Damit war ich definitiv am flexibelsten. Zur Sicherheit habe ich noch eine weitere Fixbrennweite (35mm - auch ok für Landschaften) mit und einfach nur für den Notfall meine 50mm Fixbrennweite. Das entspricht so ungefähr der Normalsicht, nicht unbedingt das, was man für Landschaftsaufnahmen empfiehlt. Eher gar nicht.

Hört sich ja nach einem Plan an oder? Naja, theoretisch schon. Praktisch ist mir am 1. Tag des Urlaubs zum ersten Mal meines Lebens ein Objektiv eingegangen. So viel zum Zoom. Als wäre das nicht genug, zwei Tage später hat sich meine 35mm Linse mit einer plötzlich unerwartet hohen Welle angelegt und verloren. Was für eine Hitrate. Gut, da war die Verzweiflung schon groß. Wie sollte ich die wunderschönen weiten Strände und Küstenlandschaften so einfangen? Geht halt aber nicht anders. Musste mein 50mm her. So mancher Landschaftsfotograf hätte nur entsetzt den Kopf geschüttelt. Und ich war echt enttäuscht und dachte, ich werde mit den Fotos nicht glücklich sein.

Ich musste mich doch um einiges mehr um die Komposition kümmern und schauen was alles in den Rahmen kommt. Ich bin also viel mehr herumgelaufen um entweder näher ranzukommen oder mal zurückgehen. Da ist auch manchmal Kreativität gefragt, wenn das Motiv so einfach nicht reinpassen möchte. Ich hab auch ganz oft mehrere Aufnahmen von einem Motiv gemacht um diese zu einem Panorama zusammenzufügen.

Aber dann hab ich die Fotos gesehen. Und was soll ich sagen, natürlich hat sich das alles ausgezahlt. Ich muss sagen, ich war dann wirklich happy mit den Ergebnissen. In der wunderschönen Gegend, in der wir waren, ist es nicht schwer schöne Fotos zu machen. ABER mich so viel mehr mit meinen Motiven auseinanderzusetzen, hat einen ziemlichen Unterschied gemacht und mich wieder ein Stück weitergebracht. Nach einer Weile hatte ich auch das Gefühl trotzdem ganz flexibel zu sein was die Motivauswahl betrifft. Und der Urlaub hat mich gelehrt, dass die Kamera nie die Einschränkung ist. Kreativität hat keine Grenze und kein technisches Limit.


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Julia Hatina Julia Hatina

Old school?

Wie altmodisch ist die Analogfotografie? Gar nicht so sehr finde ich. Es macht auch meine Digitalfotografie besser.

Eigentlich fotografiere ich schon ewig digital. Meine erste digitale Kamera war eine Canon EOS 450D und ich hab sie geliebt. Endlich so viele Fotos machen wie man möchte und alles gleich sehen können. Experimentieren mit der Technik ohne Ende. Da war Lernen viel einfacher. Schnell schnell ein Foto hier, schnell schnell ein Foto da. Bereit für jeden wertvollen Moment. So viele Vorteile, die ich natürlich auch nicht missen möchte. Ich liebe noch immer die digitale Fotografie, aber…

Am Dachboden meiner Eltern habe ich letztes Jahr eine alte Twin Reflex Kamera meines Großvaters gefunden, gefertigt in der DDR. Irgendwie hatte das Ding was und immer mehr Leute wagen sich wieder über das analog fotografieren. Na dann muss doch da was tolles dran sein. Aber ist das nicht mühsam? Ja - sehr :D Ein ganz neues Medium, ich natürlich null Ahnung. Filme besorgen, überhaupt den Auslöser finden :D Erste Fotoversuche, nur um festzustellen, die Kamera ist irreparabel kaputt und fotografiert nicht mehr. Da war ich nicht happy… Aber es hatte mich irgendwie.

Auf eBay fand ich nach einiger Recherche eine gebrauchte Rangefinder Kamera von Canon, klein, handlich und offen gestanden fand ich sie echt hübsch :). So richtig Retrolook. Aber natürlich geht es ja ums Fotografieren. Das habe ich auch dann fleißig geübt. Der ganze Prozess war anfangs extrem langwierig, neue bzw. eigentlich alte Technik, Filme mithaben, wechseln, zurückspulen, entwickeln oder entwickeln lassen, warten auf das Foto - ganz wie früher.

Und es gibt so viel zu lernen - ich hatte das Gefühl, ich fange quasi wieder ganz von vorne an. Aber ein Bild war auf einmal so wertvoll, man hat eine ganz andere Beziehung zu einem Foto, man beschäftigt sich viel mehr mit der Komposition und dem Motiv. Es hat sich viel mehr danach angefühlt, etwas zu “schaffen”. Und die Fotos haben echt Charakter. Natürlich sind sie dann nichts für Fans von großer Auflösung und extremer Schärfe, aber das Gefühl, das ist da.

Ich tauche da gerade erst ein, aber es macht richtig Spaß. Auch wenn es sicher echt old school wirkt. Ich habe auch so viel für die digitale Fotografie gelernt. Vor allem Entschleunigung, weg vom Massenfoto. Ich glaube echt, es macht auch meine digitalen Fotos besser, ich fotografiere definitiv bedachter. Ich merke, ich mache mir ganz anders Gedanken über ein Foto. Also vielleicht doch nicht so old school :)

Ich denke ich bleib dabei, auch wenn ich sehr deutlich merke, ich bin da noch sehr am Anfang. Jetzt habe ich halt immer zwei Kameras mit :D



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