Auf der anderen Seite…
Eigentlich bin ich ja immer hinter der Kamera. Für mich ist das eindeutig die einfachere Seite. Vor der Kamera tu ich mir da schon schwerer. Aber jetzt musste es einmal sein. Und es war eine wichtige Lektion.
Eigentlich bin ich ja immer hinter der Kamera. Für mich ist das eindeutig die einfachere Seite. Vor der Kamera tu ich mir da schon schwerer. Aber jetzt musste es einmal sein. Und es war eine wichtige Lektion.
Aber aus bestimmten Gründen hab ich jetzt auch mal von mir Fotos gebraucht. MIt der heutigen Technik über Fernauslösung alles heutzutage überhaupt kein Problem mehr. Ich habs trotzdem echt lang hinausgeschoben.
Da ist man schon ganz schön ausgeliefert vor der Kamera. Zumindest am Anfang ist das nicht besonders angenehm. Aber was für eine Erfahrung. Für mich war das richtig lehrreich. Das hilft mir sehr dabei, meine Kund:innen besser zu verstehen und dadurch bessere Fotos zu machen. Sich sicher zu fühlen ist absolut essenziell um ein gutes Foto zu machen. Wie beim Sport braucht es auch ein bisschen ein “Aufwärmen”. Sich vertraut machen mit der Umgebung, der Kamera, die einen da ganz schön “anstarrt”, das grelle Licht, dass einen anleuchtet.
Nach kurzer Zeit ist es mir immer leichter gefallen. Man wird dann schon lockerer. Sieht man so sehr auf den Fotos. Obwohl das Anschauen von Fotos von sich selbst für eine gewisse Zeit ist auch eine ziemliche Herausforderung. Vor allem für jemanden wie mich, die nicht unbedingt allzu sicher mit dem eigenen Körperbild ist.
Aber auch das ist eine wichtige Erfahrung für mich gewesen. Ich war dann doch zufriedener als ich gedacht hätte. Da ist noch ein wenig Luft nach oben, aber gut gemachte Foto hilft da mit dem Selbstbild doch ein bisschen.
Ich wurde also nur noch weiter bestätigt, dass die Kamera nur einen Teil eines guten Fotos ausmacht. Das Umfeld und Befinden ist meiner Meinung fast wichtiger. Nur dann kann man mit Vertrauen man selbst sein und die besten Fotos machen.








Teenager Portraits
Man will ja seine Teenager nicht enttäuschen. Und die haben ja doch oft große Ansprüche wenn es um die eigenen Fotos geht. Bei uns allen voran die Haare, die müssen sitzen.
Man will ja seine Teenager nicht enttäuschen. Und die haben ja doch oft große Ansprüche wenn es um die eigenen Fotos geht. Bei uns allen voran die Haare, die müssen sitzen.
Und dann will man immer überhaupt sehr cool aussehen. Da ist schon ein wenig Feingefühl gefragt - die vermeintlich coolen Posen sind oft für Fotos nicht extrem gut geeignet, da muss man dann einen Mittelweg finden und diplomatisch vorgehen. Aber meistens ist mein Pubertier super offen und probiert gerne alle möglichen Posen freiwillig aus, da hab ich echt ein Glück. Da sind wir uns eigentlich immer schnell einig. Wichtig ist, dass es Spaß macht und was ganz wichtig ist, der Respekt für alle eventuellen Unsicherheiten darf absolut nicht fehlen. Schon als Erwachsener ist die Situation vor der Kamera nicht einfach, wir haben alle unsere vermeintlichen und in den meisten Fällen eingebildeten Makel aber gerade als Jugendlicher oder Jugendliche ist das oft ziemlich verstärkt.
Da ist es mir ganz wichtig mal zuzuhören und ein wenig zu plaudern, oft kriegt man dann schon mit, wo die vermuteten “Probleme” liegen und kann die dann schnell ausräumen. Mit ein bisschen Geduld und Einfühlungsvermögen sind dann nachher alle happy. Und es kann auch echt helfen, das Selbstbild zu verbessern und einiges an Ängsten auszuräumen.





Schwarzweiß oder Farbe?
Obwohl die heutigen Kameras, Wiedergabegeräte und Druckmaschen fast unendlich viele Farben produzieren können, ist doch die Schwarzweißfotografie nicht aus der Mode gekommen. Farben sind doch etwas traumhaftes, warum wird dann doch noch so viel in schwarzweiß fotografiert?
Dazu muss ich sagen, ich liebe ja beides. Schwarzweiß und Farbe. Vor allem in der Portraitfotografie kann man mit beidem so viel ausdrücken. Farben unterstreichen die Gefühle, die Atmosphäre, den Chrarakter. Aber trotzdem sind die ausdrucksstärksten Portraitaufnahmen oft Schwarzweißfotos.
Es kommt einfach immer darauf an. Ja ok - eh klar. Aber wie ich bereits in einem vorigen Blogartikel schon mal geschrieben hatte, ändert sich die Geschichte eines Bildes oft drastisch, wenn ich Farben dazu oder weggebe. Ganz einfach weil ich dadurch auch den Blick des Betrachters lenken kann. Mit starken Farben kann ich den Augenmerk auf etwas richten oder ein bestimmtes Gefühl ausdrücken oder auch ein bestimmtes Merkmal einfach nur dezent unterstreichen. Wenn ich in schwarzweiß fotografiere, lenkt zu einem großen Teil der Ausdruck bei einem Portraitbild den Blick oder auch - ganz technisch gesehen - der Punkt mit dem meisten Kontrast.
Mir gefällt ein BIld meistens dann, wenn es den natürlichen Ausdruck der Person am Portrait unterstreicht und verstärkt und ich das Gefühl habe, diese Person erzählt mir durch das Bild etwas über sich.
Ok, das ist jetzt etwas abstrakt. Aber vielleicht kann ich das ja mit Bildern noch ein bisschen besser beschreiben.
Der wichtigste Unterschied ist der Punkt an dem mein Blick in das Bild “einsteigt”. Das ist nämlich mein erster Eindruck. Das linke Bild ist durch die Komplementärfarben Rot und Grün sehr spannend. Am ehesten schaue ist zuerst ins Gesicht und die Haare. Dann sehe ich den Rest vom Bild an. Das Foto wirkt ausgewogen, ruhig, die Person auf dem Foto wirkt ernst, aber selbstsicher, sanft und ruhig.
Wenn ich auf das schwarzweiße Bild rechts sehe, fällt mein Blick sofort auf die Augen, ich finde der herausfordernde Ausdruck kommt hier viel mehr heraus. Die Sanftheit ist verschwunden. Generell ist das Foto völlig auf den Ausdruck reduziert, wirkt dadurch stärker - irgendwie wird die Geschichte ein ganzes Stück lauter erzählt.
Auch in diesem Beispiel ist die Blickrichtung der Fotos ähnlich. Das Bild in Farbe erzählt die Geschichte in diesem Fall aber irgendwie besser. Weil hier ist leiser besser ist. Der Ausdruck hier ist ganz ein anderer. Die Person wirkt einladend und glücklich, das kommt im Farbbild viel besser zur Geltung. Die Kraft und Stärke ist nicht im Vordergrund, die Sanftheit ist viel wichtiger.
Ich muss sagen, hier gibt es kein richtig oder falsch, das ist in meinem Fall mein Bauchgefühl. Jemand anderer mag da total anders empfinden. Klar ist nur, Farbe oder nicht Farbe macht einen gewaltigen Unterschied. Was gefällt euch besser?
Wie bearbeitet sind meine Portraits?
Es gibt kaum etwas kontroverseres als die Bildbearbeitung. Es gibt da doch einige, die finden, ein Bild darf überhaupt nicht bearbeitet sein, weil früher war das auch nicht so. Das ist aber so nicht richtig. Auch schon zu Analogfilmzeiten wurde in der Dunkelkammer bei der Fotoentwicklung “gebastelt”. Und das aus gutem und wichtigem Grund.
Es gibt kaum etwas kontroverseres als die Bildbearbeitung. Es gibt da doch einige, die finden, ein Bild darf überhaupt nicht bearbeitet sein, weil früher war das auch nicht so. Das ist aber so nicht richtig. Auch schon zu Analogfilmzeiten wurde in der Dunkelkammer bei der Fotoentwicklung “gebastelt”. Und das aus gutem und wichtigem Grund.
Das menschliche Auge ist ein Wunderwerk der Natur. So viele Farben, Kontrast, räumliches Sehen, schneller Fokus… und dann natürlich unser Gehirn, das uns oft viel Arbeit abnimmt und sich auf das Wesentliche fokussiert. Das kann halt die Kamera als technisches Gerät nicht und sie funktioniert auch nicht wie unser Auge - Bilder direkt aus der Kamera sind oft eine herbe Enttäuschung, weil sie einfach ganz wertfrei nicht das darstellen, was unser Auge sieht.
Und genau das ist der Punkt bei der Bildbearbeitung. Für mich liegt da der Hauptgrund dafür. Ich mache aus dem vom technischen Auge gesehenen Foto wieder das Bild, das ich vor mir gesehen habe, als ich auf den Auslöser gedrückt habe.
Aber was bedeutet das jetzt genau? Die Farbtemperatur ist anders, die Kontraste sind anders, also die Helligkeitswerte des Bilds - und es wirkt direkt aus der Kamera oft ganz “flach”. Unser Auge sieht viel mehr “3D”. Das alles passe ich mit der Bildbearbeitung wieder an.
Das gilt eigentlich für jedes Foto, das ich mache - Landschaftsbild, Hochzeitsfoto oder Portrait. Und beim Portrait bzw. natürlich dem einen oder anderen Hochzeitsfoto ist das nicht alles.
Hier kommt auch die sogenannte Retusche ins Spiel. Aber ist das nicht dann schon unecht? Das kommt wirklich sehr darauf an. Wie schon vorher erwähnt, sieht nicht nur unser Auge allein, sondern unserer Gehirn steuert mit, was wir wahrnehmen. Sehen wir einen Menschen, stechen uns bestimmte Merkmale ins Auge - das Glitzern in den Augen, das Löcheln, je nach Geschmack finden wir die unterschiedlichsten Dinge ansprechend. Alles andere mildert unser Gehirn sehr ab und wir nehmen es sehr wenig wahr. Feine Linien, Hautunreinheiten, dunkle Augenringe, Glanzstellen - all das sieht die Kamera sehr viel stärker als wir, weil sie einfach alles sieht. Das stört dann die Stimmigkeit des Bilds total.
Und das ist für mich meine Ausprägung der Retusche. Alles was nicht ins Gesicht gehört, was den Charakter nicht ausmacht und was mich beim ersten Durchsehen der Fotos überrascht, weil ich es gar nicht wahrgenommen hatte bei der Aufnahme - sowie Dinge die ein paar Tage später eventuell gar nicht mehr da sein werden, die können ein wenig ausgeglichen werden oder in manchen Fällen auch raus, wie zB ein Pickel. Wobei ich da sehr zurückhaltend bin, weniger ist hier einfach mehr, umso natürlicher umso besser. Ich möchte den Menschen sehen, genauso wie ich ihn fotografiert habe, genau so wie er ist, weil genau so sieht man am besten aus.
Viel Unterschied sieht man eigentlich auf den ersten Blick gar nicht. Es sind wirklich nur Kleinigkeiten, hier ein dunkler Schatten über dem Auge, da ein Haar das absteht, Haare die ein wenig im Schatten versinken, eine Spur verfeinertes Hautbild ohne die Haut selbst groß zu verändern. Augen, die auch ein wenig im Schatten sind, den Glanz wieder zurückgeben, bei kleinen Kaffeeflecken auf den Zähnen ein wenig zu schummeln. Und trotzdem, das Bild ist einfach nachher viel stimmiger, die Person strahlt einfach eine Spur mehr, ohne zu verlieren, was sie ausmacht.
Aber wie kann man sich das jetzt vorstellen? Ich zeig das lieber einfach mal, wie das bei mir aussieht. Ich glaub, da sieht man am besten was ich meine. Fallen euch Unterschiede auf?
Eine kleine Portraitsession…
Jedes Jahr, wenn es dann schon Richtung Winter geht, gibt es bei uns zu Hause Fotoshootings. Wir machen immer ein paar Portraits und ein paar Familienfotos. Super Weihnachtsgeschenke, das ist bei uns schon ein Fixpunkt und vor allem Oma und Opa können die neuen Fotos meistens schon gar nicht erwarten.
Jedes Jahr, wenn es dann schon Richtung Winter geht, gibt es bei uns zu Hause Fotoshootings. Wir machen immer ein paar Portraits und ein natürlich auch Familienfotos. Super Weihnachtsgeschenke, das ist bei uns schon ein Fixpunkt und vor allem Oma und Opa können die neuen Fotos meistens schon gar nicht erwarten.
Meine Tochter und ich haben jetzt die erste Fotosession absolviert und ein paar schöne Portraits gemacht. Mit dem richtigen Equipment sind es nur ein paar Handgriffe und man kann total viele unterschiedliche Portraitstile ausprobieren.
Allein die Farbe des Hintergrunds macht einen Wahnsinnsunterschied in der Bildwirkung. Die Lichtquellen und Positionierung des Lichts können ein Portrait auch komplett verändern. Leuchte ich das Gesicht komplett aus oder setze ich bewusst Schatten um den Ausdruck des Gesichts zu unterstreichen. Schatten können das Gesicht wunderbar modellieren und den Charakter eines Menschen toll betonen. Dabei entstehen oft sehr kunstvolle Portraits. Immer ist das aber möglicherweise nicht gewünscht. Bei einem Bewerbungsfoto beispielsweise, möchte ich wahrscheinlich lieber das ganze Gesicht ganz natürlich sehen.
Auch die Art der Lichtquelle selbst trägt etwas zum Ausdruck des Portraits bei. Verwende ich weiches Licht aus einer Softbox beispielsweise, habe ich recht viel Licht überall, auch im Hintergrund und nur sanfte Schatten. Bei einem gerichteten Blitzkopf dagegen wird nur das Motiv oder sogar nur Teile davon scharfkantig angeleuchtet, der Rest “versinkt” in dunklen harten Schatten. Und dazwischen gibt es unzählige Möglichkeiten, von den Unterschieden durch Kameraeinstellungen und Posen gar nicht zu sprechen.
In nur einer ungefähr einer Stunde haben wir eine ganze Reihe an unterschiedlichsten Fotos gemacht, ganz einfach bei uns im Wohnzimmer. Ich zeige euch hier mal eine kleine Auswahl davon. Ihr möchtet auch mal neue Portraits machen? Meldet euch einfach bei mir! Ich freu mich!













Ein Abend in Wien…
Letztens war ich auf einem Konzert. Aber es war nicht nur irgendein Konzert, sondern die Band meiner ältesten Freundin. Eine richtige Wiener Band, Wiener Texte zur Rockmusik. Und ganz viel Stimmung.
Diesmal war ich nicht nur als Gast dort, sondern habe auch fotografiert. Die Band hatte 15-jähriges Jubiläum und das gehört natürlich gefeiert. Falls du neugierig geworden bist - die Band heißt Krautfleisch und du findest alle Infos und die nächsten Konzerte hier. Große Empfehlung von mir!
Konzertfotos sind immer eine besondere Herausforderung. Schlechte Winkel zum Motiv, fast unfotografierbare Lichtverhältnisse, Menschen im Weg… Wirklich nicht leicht. Aber dafür auch sehr spannend. Musik ist so oft pure Emotion, und die einzufangen, liebe ich einfach. Was für ein Abend!
Home Office?
Letzte Woche hab ich ein wunderschönes Familienshooting von zu Hause aus gemacht. Okay das ist jetzt etwas geschummelt. Es war nicht bei mir zu Hause. Ich hatte die große Freude eine Familie zu besuchen, sie einen halben Tag zu begleiten und dabei ihren Alltag zu dokumentieren. Bei so einer Familienreportage bekommt die Phrase “Erinnerungen festhalten” ein ganz neues Level.
Letzte Woche hab ich ein wunderschönes Familienshooting von zu Hause aus gemacht. Okay, das ist jetzt etwas geschummelt. Es war nicht bei mir zu Hause. Ich hatte die große Freude eine Familie zu besuchen, sie einen halben Tag zu begleiten und dabei ihren Alltag zu dokumentieren. Bei so einer Familienreportage bekommt die Phrase “Erinnerungen festhalten” ein ganz neues Level.
An was möchte man sich später mal erinnern? Wie es wirklich war oder? So die ganze Zeit. Und genau diese vielen, kleinen Momente am Weg gehen in der Wucht des Alltags meistens irgendwie verloren. Wer hält schon das gemeinsame Mittagessen am Feiertag fest? Ist doch kein besonderer Anlass. Und das ist genau das Problem. Eigentlich ist es aber doch besonders. Es ist das was das zu Hause zum Zu Hause macht. Gemeinsam was kochen, gemeinsam essen, gemeinsam spielen, einfach nur gemeinsam sein, ohne großen Anlass. In den “normalen” Klamotten, an die man sich oft so gut erinnert, weil man sie so gern daheim anhat. In der vertrauten Umgebung, in der man sich so wohl fühlt, wo man ganz man selbst sein kann. Durch diese kleinen Momente wachsen Menschen zusammen und fühlen sich geborgen in ihrer kleinen Welt. Ich finde das schon sehr besonders.
Und so hat es mich total gefreut, in eine so besondere Welt eintauchen zu dürfen. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und war eine wirklich wunderbare Erfahrung. Wir haben einfach nur Zeit gemeinsam verbracht und ich habe währenddessen fotografiert. Ich bin wirklich dankbar für das Vertrauen und die Offenheit, die ich genossen habe - nach ganz kurzer Zeit war die Kamera vergessen und ich war einfach nur Teil eines tollen Tages.
Weil es sich aber natürlich auch anbietet, haben wir auch ein paar “gestellte” Familienbilder gemacht. Dadurch, dass alle schon “aufgewärmt” waren, waren die in wenigen Minuten im Kasten und alle hatten beim Posieren einen Riesenspaß.
Herausgekommen sind an diesem Tag wirklich tolle Erinnerungen an kleine Alltagsomente, aber auch gemeinsame Bilder für die Wohnzimmerwand.



























Fotoshooting im Aufzug?
Ich hatte gerade ein Riesenglück. Kennt ihr diese richtig alten Wiener Aufzüge? Die bei denen man schon ein wenig Angst hat einzusteigen? Aussehen tun sie aber supercool. Und wenn man dann noch seine beste Freundin in sowas fotografieren darf, ist das schon was richtig feines.
Ich hatte gerade ein Riesenglück. Kennt ihr diese richtig alten Wiener Aufzüge? Die bei denen man schon ein wenig Angst hat einzusteigen? Aussehen tun sie aber supercool. Und wenn man dann noch seine beste Freundin in sowas fotografieren darf, ist das schon was richtig feines.
Eigentlich unvorstellbar, ein Fotoshooting in einem Aufzug. Wenig Platz, schlechtes Licht, das Ding sollte ja auch was tun - sehr schlechte Voraussetzungen für gute Fotos. Aber. Wenn die beste Freundin, die Sängerin ist, den Lift zu ihrem Proberaum einfach mal blockieren darf, weil dort niemand ist, kann man das schon mal probieren. Noch dazu müsstet ihr diesen Lift sehen. Richtig toller senfgelber Wiener Retrostyle Lift. Es leben die 60er Jahre. Architektonisch nicht bahnbrechend, aber der sieht schon so richtig urig aus. Wenn die Freundin dann auch noch perfekt passenden Mantel und Tasche hat, kann das alles.
Ganz einfach wars natürlich nicht, weil wie schon vermutet, die Lichtsituation ist alles andere als ideal. Finsterer Gang und kein Fenster im Aufzug. Nur ein kleines Deckenlicht in der Kabine. Also erst ganz klassisch mit Blitz, aber dann hab ich mir gedacht, dem Deckenlicht muss man auch eine Chance geben. Und gut wars. Hat mir echt gefallen. Platzmäßig wars schon recht knapp, der Gang ist grad mal ein paar Schritte breit. Aber dann halt 35 mm drauf, also ein wenig weiter als man normalerweise für Menschenbilder nimmt, aber ich muss sagen, das hat gar nicht gestört. Für den schönen Schein noch ein Pro Mist Filter und ich war happy. Freundin auch. Ein super Abend!
Old school?
Wie altmodisch ist die Analogfotografie? Gar nicht so sehr finde ich. Es macht auch meine Digitalfotografie besser.
Eigentlich fotografiere ich schon ewig digital. Meine erste digitale Kamera war eine Canon EOS 450D und ich hab sie geliebt. Endlich so viele Fotos machen wie man möchte und alles gleich sehen können. Experimentieren mit der Technik ohne Ende. Da war Lernen viel einfacher. Schnell schnell ein Foto hier, schnell schnell ein Foto da. Bereit für jeden wertvollen Moment. So viele Vorteile, die ich natürlich auch nicht missen möchte. Ich liebe noch immer die digitale Fotografie, aber…
Am Dachboden meiner Eltern habe ich letztes Jahr eine alte Twin Reflex Kamera meines Großvaters gefunden, gefertigt in der DDR. Irgendwie hatte das Ding was und immer mehr Leute wagen sich wieder über das analog fotografieren. Na dann muss doch da was tolles dran sein. Aber ist das nicht mühsam? Ja - sehr :D Ein ganz neues Medium, ich natürlich null Ahnung. Filme besorgen, überhaupt den Auslöser finden :D Erste Fotoversuche, nur um festzustellen, die Kamera ist irreparabel kaputt und fotografiert nicht mehr. Da war ich nicht happy… Aber es hatte mich irgendwie.
Auf eBay fand ich nach einiger Recherche eine gebrauchte Rangefinder Kamera von Canon, klein, handlich und offen gestanden fand ich sie echt hübsch :). So richtig Retrolook. Aber natürlich geht es ja ums Fotografieren. Das habe ich auch dann fleißig geübt. Der ganze Prozess war anfangs extrem langwierig, neue bzw. eigentlich alte Technik, Filme mithaben, wechseln, zurückspulen, entwickeln oder entwickeln lassen, warten auf das Foto - ganz wie früher.
Und es gibt so viel zu lernen - ich hatte das Gefühl, ich fange quasi wieder ganz von vorne an. Aber ein Bild war auf einmal so wertvoll, man hat eine ganz andere Beziehung zu einem Foto, man beschäftigt sich viel mehr mit der Komposition und dem Motiv. Es hat sich viel mehr danach angefühlt, etwas zu “schaffen”. Und die Fotos haben echt Charakter. Natürlich sind sie dann nichts für Fans von großer Auflösung und extremer Schärfe, aber das Gefühl, das ist da.
Ich tauche da gerade erst ein, aber es macht richtig Spaß. Auch wenn es sicher echt old school wirkt. Ich habe auch so viel für die digitale Fotografie gelernt. Vor allem Entschleunigung, weg vom Massenfoto. Ich glaube echt, es macht auch meine digitalen Fotos besser, ich fotografiere definitiv bedachter. Ich merke, ich mache mir ganz anders Gedanken über ein Foto. Also vielleicht doch nicht so old school :)
Ich denke ich bleib dabei, auch wenn ich sehr deutlich merke, ich bin da noch sehr am Anfang. Jetzt habe ich halt immer zwei Kameras mit :D
Ich und ein Blog…
Dann versuch ich das mit dem Blog schreiben mal. Hätte ich auch nie gedacht. Aber warum nicht. Ich bin bei Weitem kein Textgenie… Aber übers Fotografieren kann ich immer was erzählen :)
Hätte ich auch nie gedacht. Aber warum nicht. Ich versuch es einfach mal. Ich bin nur bei Weitem kein Textgenie… Aber ich hoffe, dass mir zumindest zum Fotografieren ganze Sätze einfallen.
Womit könnte ich anfangen? Am besten damit, wieso ich genau jetzt mit dem Blog schreiben beginnen möchte. Oder warum ich eigentlich so gerne fotografiere.
Beides hängt natürlich zusammen. Ich habe vor kurzem meinen Website-Provider gewechselt und habe meine ganze Website daher komplett neu gestaltet. Da hat mich plötzlich das Blog-Template sehr angelacht. Es gibt so viele spannende Themen rund um die Fotografie, so viele Dinge, die ich erzählen könnte - oder es zumindest versuchen :)
Und jetzt fange ich einfach mal an. Weil eh alles neu ist und da kann man auch gleich neue Dinge probieren.
Also warum fotografiere ich gerne? Das hat viele Gründe und kommt auch ganz darauf an, was ich fotografiere :) Am allerliebsten fotografiere ich natürlich Menschen. Das ist wahnsinnig spannend.
Neue Menschen kennenlernen, mit Menschen arbeiten, ein wenig in ihre Welt einzutauchen, ihre Besonderheiten einzufangen und sie abzubilden, wenn sie ganz sie selbst sind. Wenn einem das gelingt, hat man ein ganz tolles Foto, auf dem sie sich auch gefallen. Damit kann man jemandem so viel Freude machen.
Das Fotografieren von Menschen hat auch so viele Aspekte, beim Anfertigen von Portraits erarbeitet man sich das Foto gemeinsam mit dem Menschen, den man fotografiert - das macht mir wirklich wahnsinnig viel Spaß. Und das verbindet. Ich bin auch so dankbar für das Vertrauen, das ich da regelmäßig geschenkt bekomme. Ich weiß, es ist gar nicht einfach, sich da in so eine verletzliche Situation zu begeben.
Bei der Reportage einer Feier fotografiert man aus einer ganz anderen Perspektive. Man hat keinen Einfluss auf die Momente, aber es wunderschön, ein wenig teilhaben zu dürfen an so besonderen Momenten, diese zu sehen und festzuhalten. Das macht die Erinnerung für immer lebendig.
Aber Fotografieren ist abwechslungsreich. Manchmal geht es auch weniger um Menschen, oder auch gar nicht, manchmal geht es um Farben, Kontraste, Linien, Formen, Kompositionen oder auch nur Gefühle, die ein bestimmtes Bild auslöst. Wenn ich abschalten möchte, schnappe ich einfach meine Kamera und suche Motive in der Stadt auf der Straße, in der Natur - Landschaften, wie Stadtszenen. Berührende Bildkompositionen zu finden, ist das meditativste was ich mir vorstellen kann.
Also ganz einfach auf den Punkt gebracht - Fotografieren macht mich glücklich. Und es macht mir sehr viel Freude dieses Glück weiterzugeben. Jetzt hoffe ich nur, ihr habt es bis hierhin geschafft und sage DANKE. Hoffe ihr schaut öfter vorbei!