Land der Berge…
Also mindestens zwei Mal im Jahr müssen es die Berge sein. Wir haben eine kleine Hütte im wunderschönen Pinzgau im Salzburger Land. Direkt mit Blick auf den Hochkönig. Allein für diesen Blick zahlt sich schon das Hinfahren aus.
Aber trotzdem ist das nichts gegen oben sein. Die ultimative Freiheit. Eine Luft, die es nirgendwo anders gibt. Einmal einatmen und der Stress ist weg. Für mich gibt es nicht, was so erdet und entspannt wie die Berge. Für eine Weile über den Dingen sein. Sich nach dem letzten steilen Stück umdrehen und einfach nur staunen. Plötzlich ist man aus dem heimeligen begrenzten Tal ganz oben in der Weite, und wird ganz hell, überall Himmel, flauschige Wolken, Sonnenstrahlen, Bergspitzen und Bäume. Ein Traum.
Die Kamera ist natürlich immer dabei, aber vor dem Foto muss ich immer ein wenig den Moment genießen. Wirken lassen und dann schauen, wie kann ich diesen Moment festhalten, sodass man auch auf dem Foto sieht, was er mir bedeutet und wie ich empfunden habe, welche Geschichte kann ich damit erzählen.
Dann meldet sich mein kleiner künstlerischer Monk und bastelt am genauen Bildausschnitt. Was soll alles ins Foto, was muss nicht, wie ordne ich es an? Sodass die Geschichte nicht verloren geht. Aber trotzdem alles möglichst einfach und gut gestaltet ist. Gerade Bergmotive können am Foto extrem verlieren, weil es schwer ist die Weite einzufangen, da wirkt oft alles recht flach. Da ist es wichtig, TIefe ins Foto bekommen - ein Element im Vordergrund, Wolken am Himmel… Oder natürlich auch einen Menschen, damit man die Größenverhältnisse gut sieht.
Die Stimmung wird auch maßgeblich vom Licht beeinflusst. Gerade in den Bergen kann das so einen unvorstellbaren Unterschied machen, von der düsteren Nebelsuppe zum sonnengefluteten Bergpanorama. Das ist auch gar nicht einfach zu fotografieren, so viel Licht, so viel Schatten, meistens beides gleichzeitig… da kann man einiges lernen. Aber in den Bergen übt man gerne :)












