Julia Hatina Julia Hatina

Roadtrip. Einmal von Paris nach London.

Juhu Ferien. Nach einem echt stressigen Juni konnten wir unseren Urlaub heuer im Juli kaum erwarten. Endlich eine Auszeit. Von fast allem, nur nicht vom Fotografieren.

Juhu Ferien. Nach einem echt stressigen Juni konnten wir unseren Urlaub heuer im Juli kaum erwarten. Endlich eine Auszeit. Von fast allem, nur nicht vom Fotografieren.

Wir sehen gerne neues, sind gerne an Orten, wo sich nicht die Massen tummeln. Und wo es nicht glühend heiß ist. Aber vor allem wo man gut fotografieren kann. Sich auf einen Ort zu einigen war dieses Jahr gar nicht so einfach. Meer war gewünscht, Berge. Shoppen, wandern. Eigentlich alles. Und wie immer Roadtrip.

Nach einiger Überlegung stand die Route. Von Paris nach London. Aber nicht einfach so. Nach Paris mit dem Flieger, von dort in die Bretagne. Nach ausgiebiger Erforschung geht es weiter mit dem Schiff nach Großbritannien. Aber bevor wir nun einfach nach London fahren, machen wir einen ganz schönen Umweg und biegen stattdessen in den Nordwesten ab. Als erstes geht es nach Südwales, dann quer durchs Land in den Norden von Wales, unter anderem auf die Insel Anglesey.

Was für ein Urlaub. Wir haben so viel gesehen. Die Bretagne war wirklich traumhaft. Wunderschöne bretonische Häuschen, überall die blauen Fensterläden, viel Meer, Strände, Leuchttürme, rosa Sandsteinfelsen, in ganz ungewöhnlichen Formen, Moules-frites und so viel Charme. Aber da hört man ja nur gutes, daher hatten wir auch schon eine recht hohe Erwartungshaltung. Die absolute Überraschung aber war Wales. Die Fotos, die ich gesehen hatte, waren ja schon nett, aber hier wurden alle Erwartungen schlichtweg übertroffen.

Ja ich bin schon grundsätzlich ein Fan von allem Britischen. Aber Wales ist einfach ein Traum. Kleine bunte Dörfchen, rauhe Küsten, atemberaubende Klippen, unfassbar weite weiße Strände, grüne Wälder, traumhafte Berge und ich mag ja selbst das Essen. Und auch das Wetter. Keine Hitze, jeden Tag gibt es von Regen bis Sonne alles. Und wahnsinnig viel anzusehen. Es war so schön. Aber seht selbst.


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Julia Hatina Julia Hatina

Nebenschauplätze?

Ja Nebenschauplätze. Oft übersehen, einfach Teil des Alltags. Aber auch Teil unseres Lebens. Was hat das mit Fotografie zu tun? Über Instagram habe ich von der aktuellen Foto-Ausstellung im Wien Museum MUSA erfahren. Sie heißt “Im Alleingang” und zeigt die Bilder der österreichischen Fotografin Elfriede Mejchar.

Ja Nebenschauplätze. Oft übersehen, einfach Teil des Alltags. Aber auch Teil unseres Lebens. Was hat das mit Fotografie zu tun? Über Instagram habe ich von der aktuellen Foto-Ausstellung im Wien Museum MUSA erfahren. Sie heißt “Im Alleingang” und zeigt die Bilder der österreichischen Fotografin Elfriede Mejchar. Sie hatte ein Faible für das Banale und zeigte gerne den gewöhnlichen, oft etwas tristen Alltag der Randgebiete Wiens. Also die Nebenschauplätze des Stadtgetummels. Details findest du hier.

Ich finde ihre Fotos extrem spannend - eine ganz neue Sicht auf meine Heimatstadt, daher hat es mich umso mehr gereizt bei einer vom Veranstalter ausgeschriebenen Fotochallenge mitzumachen. Gefragt war es, ganz im Stile von Elfriede Mejchar die Randgebiete unserer Stadt zu zeigen. Die besten Bilder werden mit einem Ausstellungsplatz im Foyer des MUSA belohnt.

Da ich ja auch immer an meinem eigenen Wien-Projekt dran bin, war ich natürlich top-motiviert. Aber wie es so ist, ist mir bei Ausflügen mit der Kamera natürlich sehr wenig begegnet, das ich in dem Zusammenhang teilen wollte. Aber dann mal abends am Heimweg ging ich an unserer nächstgelegenen Tankstelle vorbei. Von der Seite komme ich normalerweise nie zu Fuß. Und am Abend schon gar nicht, daher war die Aussicht für uns neu. Ich hatte noch nie bemerkt, dass die Waschstraße, die der Tankstelle angeschlossen ist, komplett innen beleuchtet ist, wenn sie schon geschlossen hat. Und ausgestorben wars dort natürlich um die Uhrzeit auch. Der Anblick hatte total was und ich hab beschlossen, nachdem ich keine Kamera mit hatte, halte ich es einfach so gut es geht mit dem Handy fest. Ich war echt happy, zwar ein Handyfoto, aber das hat der Tristesse dort sogar irgendwie geholfen. Und am Stadtrand war es auch. So hatte ich meinen Kandidaten für den Fotowettbewerb gefunden.

Ich hab das Foto also eingereicht. Mein erster Fotowettbewerb. Erwartungen hatte ich gar keine, konnte mir nicht vorstellen, dass ich je etwas höre. Aber dann kam sie, die Nachricht. Ob man mein Foto in der Ausstellung zeigen dürfte. Hab mich so riesig gefreut. Mein Bild gedruckt in einer Ausstellung. Mein Foto wurde tatsächlich ausgewählt, dabei gab es über 3600 Einreichungen. Bin wirklich richtig dankbar.

Und das im Rahmen so einer tollen Ausstellung. Die kann ich euch übrigens wirklich ans Herz legen, richtig interessant Elfriede Mejchars Sicht auf Wien. Und was für eine Bandbreite an Fotos. Echt schön.

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Julia Hatina Julia Hatina

Home Office?

Letzte Woche hab ich ein wunderschönes Familienshooting von zu Hause aus gemacht. Okay das ist jetzt etwas geschummelt. Es war nicht bei mir zu Hause. Ich hatte die große Freude eine Familie zu besuchen, sie einen halben Tag zu begleiten und dabei ihren Alltag zu dokumentieren. Bei so einer Familienreportage bekommt die Phrase “Erinnerungen festhalten” ein ganz neues Level.

Letzte Woche hab ich ein wunderschönes Familienshooting von zu Hause aus gemacht. Okay, das ist jetzt etwas geschummelt. Es war nicht bei mir zu Hause. Ich hatte die große Freude eine Familie zu besuchen, sie einen halben Tag zu begleiten und dabei ihren Alltag zu dokumentieren. Bei so einer Familienreportage bekommt die Phrase “Erinnerungen festhalten” ein ganz neues Level.

An was möchte man sich später mal erinnern? Wie es wirklich war oder? So die ganze Zeit. Und genau diese vielen, kleinen Momente am Weg gehen in der Wucht des Alltags meistens irgendwie verloren. Wer hält schon das gemeinsame Mittagessen am Feiertag fest? Ist doch kein besonderer Anlass. Und das ist genau das Problem. Eigentlich ist es aber doch besonders. Es ist das was das zu Hause zum Zu Hause macht. Gemeinsam was kochen, gemeinsam essen, gemeinsam spielen, einfach nur gemeinsam sein, ohne großen Anlass. In den “normalen” Klamotten, an die man sich oft so gut erinnert, weil man sie so gern daheim anhat. In der vertrauten Umgebung, in der man sich so wohl fühlt, wo man ganz man selbst sein kann. Durch diese kleinen Momente wachsen Menschen zusammen und fühlen sich geborgen in ihrer kleinen Welt. Ich finde das schon sehr besonders.

Und so hat es mich total gefreut, in eine so besondere Welt eintauchen zu dürfen. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und war eine wirklich wunderbare Erfahrung. Wir haben einfach nur Zeit gemeinsam verbracht und ich habe währenddessen fotografiert. Ich bin wirklich dankbar für das Vertrauen und die Offenheit, die ich genossen habe - nach ganz kurzer Zeit war die Kamera vergessen und ich war einfach nur Teil eines tollen Tages.

Weil es sich aber natürlich auch anbietet, haben wir auch ein paar “gestellte” Familienbilder gemacht. Dadurch, dass alle schon “aufgewärmt” waren, waren die in wenigen Minuten im Kasten und alle hatten beim Posieren einen Riesenspaß.

Herausgekommen sind an diesem Tag wirklich tolle Erinnerungen an kleine Alltagsomente, aber auch gemeinsame Bilder für die Wohnzimmerwand.

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Julia Hatina Julia Hatina

Ich und ein Blog…

Dann versuch ich das mit dem Blog schreiben mal. Hätte ich auch nie gedacht. Aber warum nicht. Ich bin bei Weitem kein Textgenie… Aber übers Fotografieren kann ich immer was erzählen :)

Hätte ich auch nie gedacht. Aber warum nicht. Ich versuch es einfach mal. Ich bin nur bei Weitem kein Textgenie… Aber ich hoffe, dass mir zumindest zum Fotografieren ganze Sätze einfallen.

Womit könnte ich anfangen? Am besten damit, wieso ich genau jetzt mit dem Blog schreiben beginnen möchte. Oder warum ich eigentlich so gerne fotografiere.

Beides hängt natürlich zusammen. Ich habe vor kurzem meinen Website-Provider gewechselt und habe meine ganze Website daher komplett neu gestaltet. Da hat mich plötzlich das Blog-Template sehr angelacht. Es gibt so viele spannende Themen rund um die Fotografie, so viele Dinge, die ich erzählen könnte - oder es zumindest versuchen :)

Und jetzt fange ich einfach mal an. Weil eh alles neu ist und da kann man auch gleich neue Dinge probieren.

Also warum fotografiere ich gerne? Das hat viele Gründe und kommt auch ganz darauf an, was ich fotografiere :) Am allerliebsten fotografiere ich natürlich Menschen. Das ist wahnsinnig spannend.

Neue Menschen kennenlernen, mit Menschen arbeiten, ein wenig in ihre Welt einzutauchen, ihre Besonderheiten einzufangen und sie abzubilden, wenn sie ganz sie selbst sind. Wenn einem das gelingt, hat man ein ganz tolles Foto, auf dem sie sich auch gefallen. Damit kann man jemandem so viel Freude machen.

Das Fotografieren von Menschen hat auch so viele Aspekte, beim Anfertigen von Portraits erarbeitet man sich das Foto gemeinsam mit dem Menschen, den man fotografiert - das macht mir wirklich wahnsinnig viel Spaß. Und das verbindet. Ich bin auch so dankbar für das Vertrauen, das ich da regelmäßig geschenkt bekomme. Ich weiß, es ist gar nicht einfach, sich da in so eine verletzliche Situation zu begeben.

Bei der Reportage einer Feier fotografiert man aus einer ganz anderen Perspektive. Man hat keinen Einfluss auf die Momente, aber es wunderschön, ein wenig teilhaben zu dürfen an so besonderen Momenten, diese zu sehen und festzuhalten. Das macht die Erinnerung für immer lebendig.

Aber Fotografieren ist abwechslungsreich. Manchmal geht es auch weniger um Menschen, oder auch gar nicht, manchmal geht es um Farben, Kontraste, Linien, Formen, Kompositionen oder auch nur Gefühle, die ein bestimmtes Bild auslöst. Wenn ich abschalten möchte, schnappe ich einfach meine Kamera und suche Motive in der Stadt auf der Straße, in der Natur - Landschaften, wie Stadtszenen. Berührende Bildkompositionen zu finden, ist das meditativste was ich mir vorstellen kann.

Also ganz einfach auf den Punkt gebracht - Fotografieren macht mich glücklich. Und es macht mir sehr viel Freude dieses Glück weiterzugeben. Jetzt hoffe ich nur, ihr habt es bis hierhin geschafft und sage DANKE. Hoffe ihr schaut öfter vorbei!

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